Dörfles-Esbach
Fasching der Vereine

Männer mit BH und Lederhose beim Fasching in Dörfles-Esbach

Nur in Dörfles-Esbach gibt es ferngesteuerte Essiggurken. Die große karnevalistische Veranstaltung, bei der alle gemeinsam etwas Lustiges auf die Beine stellen, hatte für jeden etwas zu bieten.
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Mal was anders: Gestandene Mannsbilder des TSV rockten in Krachledern zünftig den Saal. Fotos: Gabi Arnold
Mal was anders: Gestandene Mannsbilder des TSV rockten in Krachledern zünftig den Saal. Fotos: Gabi Arnold
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Der Fasching hat in diesem Tagen seinen absoluten Höhepunkt erreicht: Landauf, landab feiern die Narren ausgelassen bis in den frühen Morgen, zum Beispiel beim Fasching der Vereine in Dörfles-Esbach. Unter dem Motto "Gallischer Fasching" hatten die örtlichen Vereine wieder ein buntes Programm einstudiert.
Diesmal ließen die Akteure unter dem Motto "Die Gallier bei der Fußball-WM in Brasilien" die Turnhalle der Emil-Fischer-Schule beben. Für musikalische Unterhaltung und Stimmung sorgte das Musikduo "Gitti und Frank".

Kein Funkenmariechen, aber auch sonst gibt es jede Menge Attraktionen

Leider musste das Funkenmariechen Ina Dietz absagen, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Sebastian Kling moderierte im Fußball-Trikot ("Ich bin nicht Loddar") den unterhaltsamen Abend mit Wortwitz und treffenden Pointen rund um den Fußball.


Bevor es sich allerdings um das runde Leder drehte, traten Andreas Bätz als begriffsstutziger Schüler und Volker Weigand als verzweifelter Lehrer in die Bütt und vergnügten das Publikum. Auf die Frage, was grün sei und hüpft, hatte der freche Schüler die Antwort parat: "Eine ferngesteuerte Essiggurke." Und so weiter und so fort. Damit trieb er den "Pädagogen" Weigand an dem Rand des "Burn outs".

Überhaupt ist Volker Weigand auf dem Fasching nicht wegzudenken. Nicht nur in Dörfles-Esbach gilt er als Urgestein und Original schlechthin. Er verfasst seine Reden selbst und trifft dabei immer den Geschmack des Publikums. Deshalb trat er noch einmal als Fußballer mit dem Ball unterm Arm und einer " Berti Vogts-Lektüre" in die Bütt und erklärte er den Besuchern alles rund um das Kicken - und zwar vom Vorspiel bis zum Nachspiel.

Köstlich amüsiert

Die Gäste amüsierten sich köstlich und die Zweideutigkeiten waren freilich rein zufällig. Weigand wollte nur eines: "Ich zeige euch , wie Fußball geht."

Ebenfalls zu Hochform lief Sebastian Kling auf, der als Fußlegende Gerd Müller der Sportreporterin Miriam Ganß Rede und Antwort stand und später als Wahrsager in die Zukunft blickte. Das Publikum fand es witzig, applaudierte und forderte ständig Zugaben. Die gab es reichlich - ob bei den Sketchen, Büttenreden oder Tänzen. Es begeisterten die Mädchen der Bauchtanzgruppe, der Aerobicgruppe und die Donnerstagsgruppe.

Die Höhepunkte waren die Darbietungen des Männerballetts des Obst-und Gartenbauvereins und des TSV. Die Herren der Schöpfung ließen die Hüllen fallen und schwangen die Hüften. Die gestandenen Mannsbilder des TSV rockten in der Krachledernen mit zünftiger Choreografie den Saal. Nach gut zwei Stunden Programm, die viel zu schnell verflogen, war reichlich Zeit zum Tanzen und Feiern.
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