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Coburg
Fleischskandal

Macht die Stadt Coburg den Schlachthof dicht?

Beim Skandal um den Coburger Schlachthof scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen. Macht die Stadt den Schlachthof nun doch dicht? Am Donnerstagnachmittag hat die Staatsanwaltschaft eine Presseerklärung veröffentlicht, die Stadt Coburg hat eine Erklärung angekündigt.
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Der Coburger Schlachthof. Foto: Archiv/Simone Bastian
Der Coburger Schlachthof. Foto: Archiv/Simone Bastian
Ganz kurzfristig hat die Stadt Coburg jedenfalls eine Erklärung zu diesem Thema angekündigt - "aufgrund neuer Erkenntnisse, die sich im Zuge der aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Coburg ergeben haben", wie es in einer Erklärung heißt. Bereits seit Anfang 2013 soll den Behörden bekannt gewesen sein, dass am Coburger Schlachthof Ekelfleisch für den menschlichen Verzehr aufbereitet worden sein sein. Schon Anfang Januar soll demnach eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sein.

Die Presseerklärung der Coburger Staatsanwaltschaft im Wortlaut:
"Nach den bisherigen Ermittlungen ist derzeit davon auszugehen, dass in der Zeit bis Februar 2013 aus dem Schlachthof Coburg heraus nicht verkehrsfähiges Rindfleisch (K3-Fleisch) verkauft wurde. Abnehmer waren kleinere Metzgerei- und Gastronomiebetriebe. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen erfolgte insoweit der Verkauf ausschließlich von dem Zerlegungsbetrieb der Firma Dellert. Im Verhältnis zum gesamten Geschäftsumfang der Firma Dellert handelt es sich dabei um untergeordnete Mengen. Ausgenommen von der Weitergabe des K3-Fleisches sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Großabnehmer gewesen.

Hinsichtlich des in den Verkehr gebrachten Fleisches kann ausgeschlossen werden, dass es sich um Fleisch der Kategorie 1, d. h. hochrisikobehaftetes Fleisch und der Kategorie 2, d. h. nicht zum Verfüttern zugelassenes Fleisch, gehandelt hat.

Über weitere Einzelheiten bezüglich des Tatzeitraums, des Umfangs, der Vorgehensweise und der Verantwortlichkeit einzelner Beteiligter können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren und werden mit Beschleunigung geführt.
Für eine aktuelle Abgabe von K3-Fleisch bestehen keine Anhaltspunkte."

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