Coburg
Lutherjahr

Luthers Lied "Ein' feste Burg"

Zum Reformationsjubiläum stellt das Deutsche Burgenmuseum das berühmte Reformations-Lied in den Mittelpunkt seiner ersten Sonderausstellung.
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Das Burgenmuseum auf der Veste Heldburg widmet sich in seiner ersten Sonderausstellung den besonderen Bezügen Luthers zu Burgen. Foto: Martin Schutt/dpa
Das Burgenmuseum auf der Veste Heldburg widmet sich in seiner ersten Sonderausstellung den besonderen Bezügen Luthers zu Burgen. Foto: Martin Schutt/dpa
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Reformation und Luther aller Orten in diesem Jahr. Während die Veste Coburg mit der großen bayerischen Landesausstellung ab 9. Mai "Ritter - Bauern - Lutheraner" ins Blickfeld rückt, widmet sich das vom Coburger Land aus in Sichtweite liegende Deutsche Burgenmuseum auf der Heldburg einem der wichtigsten Lieder evangelischer Christen.
"Ein' feste Burg ist unser Gott - Luther und seine Burgen" ist die erste Sonderausstellung des erst im September eröffneten Burgenmuseums überschrieben. Sie soll am 28. Juni auf der Veste Heldburg eröffnet werden, wie die Sprecherin des Vereins "Deutsches Burgenmuseum", Elke Elbers, sagte. Die Ausstellung wolle nicht nur Geschichte und Bedeutung des Liedes hinterfragen, sondern setze sich auch mit dem Verhältnis Luthers zu Burgen auseinander. Mehr als 30 dieser Festungsanlagen hat der Reformator nach Angaben des Museums in seinem Leben besucht, nicht nur die Wartburg bei Eisenach, wo er 1521/22 das Neue Testament ins Deutsche übersetzte, und die Veste Coburg, wo er während des Augsburger Reichstags 1530 wohnte. Die Ausstellung soll mit der Landesausstellung in Coburg und der nationalen Ausstellung auf der Wartburg "Luther und die Deutschen" vernetzt werden.
Die Heldburger Schau, die bis zum 5. November zu sehen sein wird, will auch die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Liedes bis in die Gegenwart aufzeigen, in dem Luther Gott und Burg gleichsetzte. Der älteste bekannte Druck stammt aus dem Jahr 1529. Text und Melodie werden beide Luther zugeschrieben.
Das Museum will unter anderem zwei frühe Notenmanuskripte zeigen, von denen eines noch nie öffentlich zu sehen war. Besucher können das berühmte Kirchenlied in rund einem Dutzend Sprachen anhören.


Bisher schon 13 000 Besucher

Seit Eröffnung des Deutschen Burgenmuseums am Denkmaltag 2016 sahen nach Vereinsangaben mehr als 13 000 Besucher die Dauerausstellung "Mythos Burg". Sie informiert über Rolle, Entwicklung und den Alltag der Burgen seit dem Mittelalter. Etwa 250 Exponate sollen auch so manche Film-Legende über ständige Ritterkämpfe, Saufgelage und ein turbulentes Alltagsleben auf Burgen gerade rücken. Nur etwa jede dritte Generation auf einer Burg war nach Schätzungen von Historikern belagert worden. Der Alltag sei vielmehr vom Organisieren des Lebens oder dem Eintreiben von Steuern bestimmt gewesen.
Am morgigen Donnerstag will das Burgenmuseum den überarbeiteten Eingangsraum mit Modellen von urgen vom Mittelalter bis in die Neuzeit sowie ihrer Finanzierung vorstellen. Auch Werkzeuge zum Bauen einer Burg werden gezeigt.

Die Sonderschau Deutsches Burgenmuseum Veste Heldburg: "Eine feste Burg ist unser Gott - Luther und seine Burgen". 28. Juni bis 5. November 2017, geöffnet bis März: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr; April bis Oktober 10 bis 17 Uhr. Montag Ruhetag außer an Feiertagen. ct/dpa
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