Coburg
Grundsteinlegung

Langfristiges Bekenntnis zum Standort

Die Firma Kaeser Kompressoren nimmt "richtig viel Geld" in die Hand und baut ein neues Verwaltungsgebäude in Coburg.
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Polier Jürgen Dorst passt auf, dass die Grundsteinlegung mit Kelle gelingt (von links): Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser, Thomas Kaeser und OB Norbert Tessmer. Foto: Christiane Lehmann
Polier Jürgen Dorst passt auf, dass die Grundsteinlegung mit Kelle gelingt (von links): Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser, Thomas Kaeser und OB Norbert Tessmer. Foto: Christiane Lehmann
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Goethe würde von ganzem Herzen zu diesem Bau gratulieren. Da ist sich Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) sicher. Das neue Verwaltungsgebäude der Firma Kaeser Kompressoren steht nicht nur am rechten Fleck, unmittelbar an der Stadtautobahn, es ist auch vollkommen ausgeführt und wohl gegründet. Tessmer lobte bei der Grundsteinlegung am Freitag das solide Fundament, auf das sich die Investition des Unternehmens stütze. Gemeint ist die lange Tradition und die Zuversicht auf einen erfolgreichen Standort.


Balsam für die OB-Seele

Das Bekenntnis von Thomas Kaeser und seiner Frau Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser langfristig in Coburg zu bleiben und auch in Zukunft zu 90 Prozent in Deutschland zu produzieren, sei Balsam auf seine Seele, sagte der Oberbürgermeister, der sich nur selten mit so erfreulichen Themen beschäftigen könne.
Der Kaeser-Chef hatte zuvor ein klares Statement zum Standort abgegeben. "Wir wurden 1919 hier gegründet und werden auch 2019 noch hier sein", versprach der Unternehmer. Auch, wenn es sich in China günstiger produzieren lasse, setze seine Firma auf deutsche Qualität.

Das neue Verwaltungsgebäude soll im Frühjahr 2017 bezugsfertig sein. Am Freitag nachmittag versammelten sich Vertreter des Coburger Druckluftspezialisten, der Politik und der am Bau beteiligten Firmen, um eine Zeitkapsel als Andenken an den Bau einzumauern. In der Kapsel enthalten sind unter anderem aktuelle Tageszeitungen und einige Münzen.


Besser kommunizieren

Der Bau des neuen Gebäudes war nötig geworden, weil viele Abteilungen aus Platzgründen inzwischen über das ganze Kaeser-Gelände verstreut untergebracht sind und auch der Raum in den vorhandenen Büros eng wird. Das neue Gebäude soll dafür sorgen, dass die Abteilungen wieder näher zusammen rücken und Mitarbeiter leichter miteinander kommunizieren können, sodass "viele gute neue Ideen und Innovationen entstehen", wie Thomas Kaeser sagte.
"Wir geben richtig viel Geld dafür aus, dass Technik, Einkauf und Marketing wieder unter einem Dach vereint sein können", betonte Kaeser. Innovation und Produktentwicklung gehörten zusammen. Nur so könne effektiver gearbeitet werden. Dem Unternehmer ist es ein großes Anliegen, dass die Mitarbeiter künftig wieder direkter miteinander reden - "nicht nur über Email".


Energieeffizient und transparent

Architekt Harald Eichhorn, der eng mit Mohammad-Reza Shabestari von der unternehmenseigenen Bauabteilung zusammenarbeitet, erläuterte den städtebaulichen Akzent, den das neue Gebäude am Kaeser-Kreisel darstellt. Das Verwaltungsgebäude und die daran angeschlossene Kantine führten direkt zu den Produktionsstätten. Es wird energieeffizient, transparent und einladend gebaut, so dass sich Mitarbeiter genauso wohl fühlen werden wie Besucher und Kunden. "Hier darf gearbeitet, geredet, gelacht und geträumt werden - und gerne auch alles gleichzeitig", meinte der Architekt euphorisch.

Über die Kosten der Baumaßnahme wird geschwiegen. Thomas Kaeser nannte es eine Selbstverständlichkeit, hier ordentlich zu investieren. "Es bleibt viel Geld in der Region", sagte er abschließend.


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