LKR Coburg

Landkreis Coburg sucht nach raschen Lösungen für ÖPNV-Probleme

Das Landratsamt erreichten derzeit sehr viele Anfragen und Beschwerden von Eltern und Bürgern, die von den Änderungen im neuen Nahverkehr betroffen sind.
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Foto: Arno Burgi, dpa
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Seit dem 1. September hat der Landkreis den Betrieb des ÖPNV in Eigenregie übernommen. Dadurch gab es einige Änderungen der bisher gekannten und seit rund acht Jahren weitgehend unverändert gebliebenen Modalitäten. Am 13. September ist in dieses neue Umfeld noch der Betrieb des Schülerverkehrs hinzugekommen. Insgesamt gab es einige Startschwierigkeiten, die zu Nachfragen, bisweilen auch zu Unmut geführt haben, schreibt Dieter Pillmann von der Pressestelle des Landratsamtes in einer Mitteilung. Das Landratsamt erreichten derzeit sehr viele Anfragen und Beschwerden von Eltern und Bürgern, die von den Änderungen im neuen Nahverkehr betroffen sind. Diese Angaben würden gesammelt und gemeinsam mit der OVF und den betrieblichen Daten ausgewertet.

Laut Pillmann konnte auf einige Fehler im Fahrplan kurzfristig reagiert werden.
So sind Bischwind, Gleismuthhausen und Muggenbach bereits in die Fahrten im Schülerverkehr ergänzt worden. Gestungshausen wird derzeit von der Linie 8306 bedient. Hier wird aktuell geprüft, ob eine Verlegung auf die Fahrt der Linie 8307 durchgehend zur Heinrich-Schaumberger-Schule geschaffen werden kann. Änderungen werden an die Sekretariate der Schulen gegeben, um die Schüler zu informieren.

Im Rufbusverkehr ist in den ersten Tagen des Betriebs aufgefallen, dass einige Fahrten nur an Schultagen verkehren (Rufbusse 8301, 8315 und 8318), die aber in den Ferien auch benötigt werden. Hier wird bis zum Start der Herbstferien nachgebessert.


Veränderte Wartezeiten

Mit der Netzumstellung sind viele Fahrtzeiten grundlegend angepasst worden. Das führt teilweise dazu, dass sich auch die Wartezeiten für die Schüler vor und nach der Schule verändert haben. Viele Linien und auch der Bahnverkehr verkehren stündlich. Bei den nach wie vor sehr unterschiedlichen Schulschlusszeiten im Nachmittagsunterricht kann es vorkommen, dass die Schulschlusszeiten und die Abfahrtszeiten der Busse noch immer nicht harmonieren. Der Landkreis versucht, auf die Schulschlusszeiten nach der 6. Stunde, der 8. Stunde und 10. Stunde Fahrten in alle Ortschaften des Landkreises anzubieten. Teilweise beginnen diese Fahrten mit einer Buslinie und sind dann mit einer Rufbuslinie verknüpft. In den relevanten Zeiten sind die Rufbusse in aller Regel fest vorbestellt und brauchen nicht gesondert bestellt werden.

Einige Schüler sind von frühen Ankunftszeiten in Coburg betroffen. Da die Schulen in Coburg aber dezentral verteilt sind, haben viele Schüler Anschlüsse zu erreichen oder Fußwege zurückzulegen. Wartezeiten vor Schulbeginn sind nicht zu vermeiden.

Die Mitarbeiter des Landratsamtes bitten um Verständnis, dass gerade zur Aufnahme des Schülerverkehrs noch nicht alles rund läuft. Derzeit werden alle Verspätungsdaten gesammelt und die Ursachen überprüft. "Bei Verspätungen bitten wir um Verständnis, dass erst ab einer Wartezeit von 30 Minuten eine Ersatzbeförderung übernommen werden kann", schreibt Dieter Pillmann.

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