Coburg
Zwischenbilanz

Landesausstellung zieht Gäste nach Coburg

Es seien deutlich mehr Besucher in der Stadt zu sehen als sonst im Mai. Dies meinen zumindest Bürgermeisterin Weber und Tourismus-Chef Amthor.
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Wo geht's zur Veste? Diese Frage haben schon bisher die granitenen Stelen beantwortet, die als Fußgängerleitsystem in der Stadt aufgestellt wurden. Für die Landesausstellung wurden 30 von ihnen etwas augenfälliger verkleidet. Foto: Simone Bastian
Wo geht's zur Veste? Diese Frage haben schon bisher die granitenen Stelen beantwortet, die als Fußgängerleitsystem in der Stadt aufgestellt wurden. Für die Landesausstellung wurden 30 von ihnen etwas augenfälliger verkleidet. Foto: Simone Bastian
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Nein, Zahlen gibt es noch nicht. Weder das Haus der Bayerischen Geschichte noch die Hotels noch Wohnbau wollen vor Ende des ersten Landesausstellungsmonats mit konkreten Daten herausrücken. Für Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) und Tourismus-Chef Michael Amthor steht indes schon fest: Die Landesausstellung bringt Besucher nach Coburg.

Mit ein paar Zahlen konnte Amthor immerhin aufwarten: Die Stadtführergilde hatte im Mai 40 Prozent mehr Führungen als im Vorjahresmonat zu verzeichnen, die Zahl der Gästeankünfte stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 8,9 Prozent. Ähnlich stiegen die Übernachtungszahlen auch in Bayreuth ganz ohne Landesausstellung. Wegen einer neuen Klinik, wie Amthor erläuterte: Reha-Kliniken zählen bei der Gästestatistik mit.

Hotels, Gastronomie und Einzelhandel würden sich jedenfalls zufrieden zeigen, stellte Amthor am Donnerstag bei einem Pressetermin auf dem Marktplatz fest. Dort steht eine der Info-Stelen, die weiß mit roter Abschlussbanderole den Weg zur Landesausstellung und zu anderen Sehenswürdigkeiten weisen. Für insgesamt 4000 Euro wurde den 30 vorhandenen granitfarbenen Stelen im Stadtgebiet die Verkleidung übergestülpt, damit die Besucher, die Coburger Parkhäuser ansteuern oder mit dem Zug kommen, auch den Weg in die Ausstellungsorte Veste und Morizkirche finden.

Außerdem bietet die Stadt mit Hilfe der SÜC (Busbetrieb) und der Wohnbau Stadt Coburg (Parkhäuser) ein Park&Ride-Ticket an: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern kann für zehn Euro den ganzen Tag im Parkhaus parken und mit Bus oder Bimmelbahn zur Veste fahren. Das komme gut an, versicherte Weber, wenngleich es auch hier noch keine verlässlichen Zahlen gibt. Der "Veste-Express" ist jedenfalls teilweise schon im Voraus ausgebucht, an manchen Tagen sei auch keine Führung durch die Landesausstellung mehr zu bekommen, sagte Amthor. Dass die Ausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner" an authentischen Luther-Orten wie der Veste und der Morizkirche zu sehen sei, komme bei den Gästen gut an.

"Man hört und sieht internationale Töne - fast ein bisschen wie in Bamberg", stellte Bürgermeisterin Weber fest. Sie höre auch häufig, dass viele Besucher das Stadtbild loben. Das Konzept, mit Hilfe der Landesausstellung Gäste in die Stadt zu locken, sei aufgegangen, meint sie.

Das Haus der Bayerischen Geschichte, das die Landesausstellung veranstaltet, hat für nächste Woche eine erste Zwischenbilanz angekündigt. Aber schon vor einer Woche hatte es geheißen, man erwarte bis zum Ende der Landesausstellung am 5. November Besucherzahlen im sechsstelligen Bereich.
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