Mandy Baruk lässt sich nicht entmutigen. In einem kleinen Zelt übt sie fleißig Seiltanz - "damit nichts einrostet", sagt sie und lächelt. Dabei würde es jeder verstehen, wenn den Mitgliedern der Zirkusfamilie das Lachen längst vergangen wäre. Obwohl: "Wir wollen nicht mit den ,schwarzen Schafen‘ unserer Zunft in einen Topf geworfen werden, die im Winter von Haus zu Haus gehen und um Futter für ihre Tiere betteln", stellt Mutter Manuela sofort klar. Deshalb habe man sich seit dem Ende des Coburg-Gastspiels (24. Dezember bis 2. Januar als "Weihnachtscircus") auch ganz bewusst still verhalten. Dass diese Zeilen heute im Tageblatt erscheinen, geht auch ausschließlich auf eine Nachfrage des Tageblatts zurück.


Harter Winter



Rückblende: Als der Zirkus Mitte Dezember auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Coburg eintraf, schneite es plötzlich so stark, dass bereits der Aufbau des Zelts nur mit großer Mühe gelang. Weil der Winter sehr hart blieb, konnten nur relativ wenige Zuschauer in den Vorstellungen begrüßt werden. Und als man weiterziehen wollte, meldeten die anvisierten Städte, dass wegen Hochwasser keine Gastspiele möglich sind. os