Weidach
Versammlung

Keine Ausbaubeiträge für Bürgersteige in Mährenhäuser Straße in Weidach

Das Thema Ausbaubeiträge wurde in Weidach nur kurz angesprochen. Es ging mehr um Raser und Lärm als um Anliegerkosten.
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Die umfangreichen Bauarbeiten in der Mährenhäuser Straße werden noch bis Ende des nächsten Jahres dauern. Deshalb suchen viele einen inoffiziellen Schleichweg über den Tannenweg und den Breiten Rain, wo zu schnell gefahren wird. Foto: Michael Stelzner
Die umfangreichen Bauarbeiten in der Mährenhäuser Straße werden noch bis Ende des nächsten Jahres dauern. Deshalb suchen viele einen inoffiziellen Schleichweg über den Tannenweg und den Breiten Rain, wo zu schnell gefahren wird. Foto: Michael Stelzner
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Wegen Bauarbeiten, die noch bis Ende des nächsten Jahres andauern sollen, ist die Mährenhäuser Straße gesperrt. Viele Autofahrer suchen einen inoffiziellen Schleichweg über den Tannenweg und den Breiten Rain. Die Anwohner dieser Straßen klagen über eine hohe Lärmbelästigung durch das hohe Verkehrsaufkommen. Darunter sind auch rund 20 Schwerlast-Lkw. Außerdem beklagten sich die Anwohner bei der Bürgerversammlung im Sportheim, dass sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h hielten. Die Bürger fordern in diesen Straßen mehr Geschwindigkeitskontrollen.

Wie Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB) ausführte, fehle der Coburger Polizei hierfür das Personal.
Er wolle aber mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung sprechen, damit auch auf dem Schleichweg vermehrt die Geschwindigkeit kontrolliert wird, sagte Bauersachs.


Die Gemeinde im TV

Der Bürgermeister ging dann auf ein Thema ein, über das in der Gemeinde Weitramsdorf auch schon gestritten wurde. Er informierte, dass die Anwohner für die Erneuerung der Bürgersteige in der Mährenhäuserstraße keine Beiträge zahlen müssen. Das Reizwort Straßenausbausatzung. Bei der Versammlung wurde allerdings nur kurz darüber gesprochen. Viele Bürger finden die Beitragssatzung ungerecht. Auch der Bürgermeister stellt diese Satzung in Frage und ging auf die ARD-Sendung "Geld Check - Wo die Kommunen hinlangen" ein, die am Montagabend ausgestrahlt wurde. Der ehemalige Zweite Bürgermeister Joachim Hahn hätte sich hier eine Klarstellung gewünscht. Es sei nur zum Teil richtig über das Thema berichtet worden.

Hahn sagte, er wünsche sich mehr Transparenz in der Gemeinde und nannte seine Vorstellungen: eine informativere Internetseite, auf der auch Anträge, die im Gemeinderat behandelt werden, eingestellt werden. Auch im Gemeindeblatt möchte Joachim Hahn besser informiert werden. Hier sei der neu gegründete Ausschuss "Öffentlichkeitsarbeit" gefordert, so sein Hinweis.

Ein weiterer Punkt war die Schule, die zur Zeit nicht genutzt wird und leer steht. Laut dem Bürgermeister steht unter anderem auch eine Anfrage des Landkreis im Raum. Der Standort für die Schule sei hervorragend und man sei konkurrenzfähig. Momentan liefen aber noch Gespräche wegen einer schulischen Nutzung. Man müsse die Schule sanieren. Die Vermietung wäre langfristig. Die Kosten der Sanierung würden die Ertragskosten nicht übersteigen, wie der Bürgermeister schätzt.

Im kommenden Jahr wird es in Weidach eine Urnenwiese geben, wie Bürgermeister Bauersachs auf Anfrage mitteilte. Der Standort liege bereits fest. Man sei auf der Suche nach einem Gedenkstein. Geplant sei, dass man strahlenförmig die Sonne darstellen will, zwischen den Strahlen sollen die Urnen dann bestattet werden. Die Weidacher wünschen sich auch eine freie Wahl des Bestatters. Bis zum Friedhof bestehe freie Bestatterwahl, informierte Bauersachs, auf dem Friedhof in Weidach erledige diese Arbeit im Auftrag der Gemeinde die Firma Kahl. Man wolle abwarten, bis der Vertrag abläuft, und dies dann prüfen.

Im Forstgarten, der in der Ortsmitte in Weidach liegt, will die Gemeinde einen Brunnen oder ein Wasserspiel installieren und dadurch die Ortsmitte aufwerten. Von einem Weg durch den Garten werde man Abstand nehmen. Aus der Versammlung kam die Anregung, dort einen Mehrgenerationenspielplatz mit verschiedenen Geräten für Jung und Alt zu installieren. Außerdem wurden verschiedene Straßenschäden angesprochen. "Melden Sie Straßenschäden so schnell wie möglich", bat Bauersachs, "damit man einen Verursacher ausmachen kann."


Informationen aus der Bürgerversammlung Weidach

Statistik 2136 Bürger haben in Weidach einen festen Wohnsitz. Erfreut ist der Bürgermeister über die rege Bautätigkeit in Weidach, dadurch habe man 40 Einwohner hinzugewonnen. Die Geburten und Strebefälle halten sich mit 24 die Waage.

Internet Der Auftrag für den Breitbandausbau in der Mährenhäuserstraße wurde noch nicht vergeben. Dies teilte Bürgermeister Bauersachs mit.
Weiterhin ging Bürgermeister auf den Haushalt der Gemeinde mit einem Gesamtvolumen von 10.477.400 Euro ein. Er erläutere die Ausgaben, darunter sind Tiefbaumaßnahmen für 665.000 Euro und für die Betriebstechnik in der Kläranlage für 390.000 Euro. Außerdem sind einige Investitionen geplant. Darunter die energetische Sanierung des Rathauses mit 200.000 Euro und die Kanalerneuerung in der Mährenhäuser Straße in Höhe von 350.000 Euro sowie der Breitbandausbau für 200.000 Euro und die Anschaffung einer Klärschlammpresse für rund 250.000 Euro. Außerdem will man einen Kanalkataster erstellen und damit den Zustand des Kanalsystems feststellen. In der Gemeinde Weitramsdorf liege die Pro-Kopf-Verschuldung bei 575,92 Euro.
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