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Hassenberg
Polizeibericht

Junge Schläger stellen sich freiwillig der Polizei

Die Umstände der brutalen Schlägerei, bei der am Samstag ein Mann vor dem SC-Sportheim in Hassenberg schwere Verletzungen erlitt, sind geklärt.
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Aufgrund des "hohen Ermittlungsdrucks" - wie es Anne Höfer von der Pressestelle des Polizeipräsidiums von Oberfranken formuliert - haben sich am Montag zwei junge Männer kurz vor ihrer Festnahme bei der Kriminalpolizei Coburg gestellt.

Beide haben inzwischen eingeräumt, am Samstagabend einen 21-jährigen bei der Faschingsveranstaltung eines Sportvereins verletzt zu haben. Die 18 und 20 Jahre alten Tatverdächtigen aus dem Landkreis Coburg müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Coburger Kriminalpolizei hatte noch in der Nacht auf Sonntag, zusammen mit der Staatsanwaltschaft Coburg, die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen.

Das 21-jährige Opfer war zuvor seinen Angaben nach mit drei unbekannten Männern in dem Sportheim im Sonnefelder Ortsteil Hassenberg in Streit geraten.

Es waren doch nur zwei Täter

In dessen Verlauf soll ihn einer der Männer geschlagen und zwei weitere Unbekannte - als er am Boden lag - mit mehreren Fußtritten gegen den Kopf traktiert haben. Das 21-jährige Opfer musste daraufhin ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.

Am Montag kamen der 18-Jährige und sein 20 Jahre alter Bekannter dann zur Coburger Kriminalpolizei, nachdem sie erfahren hatten, dass die ermittelnden Beamten bereits ihre Namen herausgefunden hatten. Damit entgingen die Schläger ihrer bevorstehenden Festnahme und räumten gegenüber den Kriminalern die Tat auf der Hassenberger Faschingsfeier schließlich ein.

Nach aktuellem Erkenntnissen sowie einer rechtsmedizinischen Untersuchung, hat einer der jungen Männer ein Mal mit dem Fuß gegen den Kopf des 21-Jährigen getreten, der andere gegen seinen Körper. Ein dritter Täter war entgegen erster Mitteilungen direkt nach der Tat nicht beteiligt. Die Männer - "die keine Mitglieder des Hassenberger Sportclubs sind", wie Höfer betonte - müssen sich nun den strafrechtlichen Konsequenzen stellen. ppo

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