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Coburg
Stadtrat

Junge Coburger bandeln mit FDP und ÖDP an

Drei kleine Gruppierungen bilden künftig eine Ausschussgemeinschaft. Mit den Linken will aber niemand zusammenarbeiten.
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Der Coburger Stadtrat tagt im Coburger Rathaus
Der Coburger Stadtrat tagt im Coburger Rathaus
Neun Gruppierungen haben den Einzug in den künftigen Stadtrat von Coburg geschafft - Fraktionsstärke haben aber nur SPD (14 Sitze), CSU (zehn), Grüne und CSB (jeweils vier) sowie "Pro Coburg" (drei). Doch nun haben sich drei Kleinere zusammengetan, um auf diese Weise ebenfalls Fraktionsstärke zu erlangen, was unter anderem dafür Voraussetzung ist, um auch Sitze in den Fachausschüssen zu bekommen.

Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, bilden künftig die Jungen Coburger (zwei Sitze) zusammen mit den Einzelkämpfern von FDP und ÖDP eine Ausschussgemeinschaft. Die genaue Ausgestaltung der Zusammenarbeit werde noch festgelegt.

Das Zusammengehen von Jungen Coburgern, FDP und ÖDP bedeutet natürlich auch, dass nunmehr die Linken als Einzige in keinen Fachausschuss kommen .

René Hähnlein, künftiger Stadtrat der Linken, hatte so etwas schon kommen sehen: "Nein, ich bin darüber aber nicht
verärgert", sagte Hähnlein dazu auf Tageblatt-Anfrage.

Nachdem jüngst die Jungen Coburger erklärt hatten, dass es ihren Wählern nicht vermittelbar wäre, wenn sie gemeinsame Sache mit den Linken machen würden, dreht Hähnlein den Spieß nun quasi um: "Unseren Wählern wäre es nur schwer vermittelbar gewesen, wenn wir eine Ausschussgemeinschaft mit der FDP und den anderen gebildet hätten." Hähnlein gibt sich dennoch zuversichtlich, was seine künftige Arbeit im Stadtrat als Einzelkämpfer betrifft: "Politische Glaubwürdigkeit und Integrität als Partei halte ich persönlich für wichtiger als kurzfristige Spielchen, um in Ausschüsse zu kommen."

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