Coburg

Junge Coburger: "Eine Stadt der Zukunftsgestalter"

Inspiriert von der Theaterwelt wählte die Vorsitzende der Jungen Coburger, Christina Biegner, die Worte in ihrer Aschermittwochsrede.
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Die Vorsitzende der Jungen Coburger, Christina Biegner, plädierte für die Eigenständigkeit der Stadt und warnte vor einem Münchner Zwangskorsett. Foto: Christiane Lehmann
Die Vorsitzende der Jungen Coburger, Christina Biegner, plädierte für die Eigenständigkeit der Stadt und warnte vor einem Münchner Zwangskorsett. Foto: Christiane Lehmann
Die Steuereinnahmen der Stadt nannte sie hart erarbeitete Gelder, die für Projekte wie eine nicht mal gänzlich einsatzfähige Ballsporthalle oder den Bau eines prestigeträchtigen Kongresshauses ausgegeben wurden. Wörtlich: "Es wurde eine Arie im Geldregen aufgeführt. Teure Opern von Bürgerentscheiden wurden zwar gespielt, aber nicht gehört. Die Meinung der Zuschauer wurde übergangen." Das Haushaltsloch sei ein Drama, das Bühnenbild habe sich angesichts des schlechten Spielplans dramatisch verschlechtert. "Wir wollen für unsere liebenswerte Stadt nicht den letzten Vorhang fallen lassen", sagte sie und wünscht sich eine "eine Stadt der Zukunftsgestalter".Kritisch merkte sie an, dass das neue innerstädtische Einkaufsareal an der Callenberger Straße noch immer nicht ans Stadtbusnetz angeschlossen sei.

Wie schon in den vergangenen Jahren fordern die Jungen Coburger weiterhin die Offenlegung des Lohgrabens und die Begrünung des Postareals. JU-Stadtrat Kurt Knoch mit seinem Aufsichtsrats-Insiderwissen verriet in seiner Ansprache nur so viel: "In der Post wird sich aller Voraussicht nach richtig was bewegen - gewissermaßen die Post abgehen." Er polterte im Anschluss an Biegner (ein wenig mehr), sprach von den "dicken Hämmern" bei der Stadtpolitik: Ob Betriebskostenzuschuss für die Therme Natur in Höhe von 150 000 Euro jährlich, Historikerbuch für fast 300 000 Euro oder der ewigen Kritik der Grünen an der geplanten Bahnunterführung in Creidlitz. "Wer an der Schranke festhalten will, der ist selbst etwas beschränkt", meinte Knoch und entschuldigte sich gleich für die harten Worte.
Im Hinblick auf die Hochschule fanden beide Redner im vollen (kleinen) Saal des Münchner Hofbräus deutliche Worte. Die Probleme der Hochschule seien auch die Probleme der Stadt. Darüber müsse man sich klar sein.

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