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Jung und Alt trifft sich im Rödentaler Awo-Haus

Die Hauptzielgruppe des Awo-Treffs am Rödentaler Bürgerplatz ist die der aktiven Älteren. Willkommen sind aber alle Generationen.
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Der Awo-Treff in Rödental hält viele Angebote bereit, die sich bei weitem nicht nur an Senioren richten. Foto: Rainer Lutz
Der Awo-Treff in Rödental hält viele Angebote bereit, die sich bei weitem nicht nur an Senioren richten. Foto: Rainer Lutz
In den kommenden zehn Jahren wird die Zahl der jungen Rödentaler unter 50 immer kleiner. Die Zahl der über 50-Jährigen dagegen wird stark ansteigen. Genau das ist die Hauptzielgruppe für den Awo-Treff am Bürgerplatz, erklärte Ingrid Klingler-Joppich von der Geschäftsführung des Awo-Kreisverbands dem Stadtrat bei seiner Sitzung am Montagabend.
Der Treff, der sich seit seiner Gründung 2002 zu einem festen Bestandteil der Rödentaler Infrastruktur entwickelt hat, wird daher nach Einschätzung von Klingler Joppich in Zukunft immer weiter an Bedeutung gewinnen. Und das, wie sie anmerkte, bei deutlich geringerer hauptamtlicher Personalausstattung als die städtische Jugendpflege in der Domäne.
Allerdings kann die mit 30 Wochenstunden beschäftigte Leiterin des Treffs, Natalia Richter, auf einen beachtlichen Stamm an ehrenamtlichen Unterstützern zurückgreifen, wie sie in ihrem Bericht über die
aktuelle Situation im Treff darlegte. "Die 57 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erbrachten im Jahr 2015 von zwei Stunden bis zu 260 Stunden während ihrer Einsätze; insgesamt waren es 2502 Stunden", sagte Richter. Wären diese Stunden von hauptamtlichen Kräften geleistet worden, dann hätte dies nach ihrer Berechnung Kosten in Höhe von rund 50 000 Euro erforderlich gemacht.


Kreisverband als Träger

Träger der Einrichtung ist der Awo-Kreisverband. Er wurde bei der Gründung des Treffs in hohem Maß durch die Glücksspirale, die Niederfüllbacher Stiftung, die Sparkasse Coburg-Lichtenfels und den Ortsverein der Awo in Rödental unterstützt. Inzwischen hat der Kreisverband allerdings auch nahezu eine halbe Million Euro in Umbau und Ausstattung investiert. Das Defizit, das der Kreisverband im Jahr 2015 zu tragen hatte betrug fast 14 000 Euro. Die Stadt Rödental beteiligt sich bei den Personalkosten am Gesamtaufwand für den Treff.
Was im Treff an Angeboten läuft, wird in Abstimmung mit den Nutzern und den Ehrenamtlichen zusammengestellt. Natalia Richter organisiert und koordiniert die geplanten Veranstaltungen.
Dazu ist sie eng vernetzt mit lokalen Partnern, wie dem nahe gelegenen Seniorenheim der Awo und der Seniorenresidenz Curanum, der Fachstelle für pflegende Angehörige, Kranken- und Pflegekassen aber auch den Schulen und Kindergärten. Ein Ziel des Treffs ist es nämlich, die Generationen zusammen zu führen. Das gelingt unter anderem mit Kursen, in denen Jugendliche beispielsweise Senioren Kurse im Umgang mit modernen Mobiltelefonen geben. Behörden und öffentliche Einrichtungen wie die Stadtbücherei unterstützen ebenso wie die Polizei und die Verkehrswacht, die Fahrsicherheitstrainings für Senioren anbieten.


Beratung ist gefragt

Wachsend ist auch die Nachfrage nach Beratung im Treff, wie Natalia Richter schildert. 2015 wurden dort 346 Beratungsgespräche geführt. Ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, wie sie betont.
Eine Kernaufgabe des Treffs besteht darin, seinem Namen gerecht zu werden - man trifft sich dort zu Freizeit und Geselligkeit. Die Besucher singen gemeinsam Volkslieder, spielen Rommé oder Dart und haben Spaß an der Gemeinschaft. Sie besuchen Sprachkurse ( allein sechs Englischkurse für verschiedene Kenntnisstufen kamen 2015 zusammen. Es gibt PC-Kurse und eine ganze Reihe von Fitness- und Gesundheitsangeboten vom Wandern über Yoga und Qi-Gong bis zum Nordic Walking. Über das gesamte Angebot können sich Interessierte im Treff oder auf der Homepage (awo-seniorentreff.de) im Internet informieren.

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