Lautertal
Würdigung

Jürgen W. Heike: "Das Gesicht der CSU"

Jürgen W. Heike wurde als CSU-Kreisvorsitzender verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nach der Auszeichnung wurde die Versammlung ernst.
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Jürgen W. Heike, wie man ihn kennt, hier beim Regionentalk im Oktober in Coburg Foto: Timo Geldner
Jürgen W. Heike, wie man ihn kennt, hier beim Regionentalk im Oktober in Coburg Foto: Timo Geldner
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"Jeder hat so seine Erinnerungen an Heike, der 23 Jahre lang den Vorsitz führte", stellte Martin Mittag fest. Mittag, der Vorsitzende des CSU-Kreisverbandes, sprach als Heikes Nachfolger die Laudatio anlässlich der Ernennung des Landtagsabgeordeten Jürgen W. Heike zum Ehrenvorsitzenden des Kreisverbandes bei der CSU-Mitgliederversammlung in der Kultur- und Sporthalle in Lautertal.

Was ist es, das Heike ausmacht? Der Seßlacher Bürgermeister Martin Mittag sagte weiter: "Ob es das gelbe Sakko war, die Wahlkämpfe, die guten Gespräche oder auch nur Kleinigkeiten, um die er sich kümmerte, alles hatte Hand und Fuß." Zudem habe Heike immer die Zukunft der CSU im Auge, getreu seinem Motto: Wir brauchen starke Ortsverbände mit starken Menschen. Heike habe immer das Ohr an den Leuten gehabt.

Sichtlich beeindruckt und gerührt meinte Heike: "Es hat alles die Mannschaft getan und nicht ich allein" und "Wir haben ein gutes Schiff auf den Weg gebracht und standen dem Bürger immer ehrlich gegenüber."
Auch der Hauptredner der Versammlung, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, bezeichnete Heike als Gesicht der CSU, der den Wandel in Oberfranken mitgestaltet habe. Der juristische Sachverstand zeichne ihn aus.


Thema Flüchtlinge fehlt nicht

Natürlich - und darauf warteten die Besucher - ging Kreuzer auf die Flüchtlingsproblematik ein. Sein Credo: Alles, was die CSU gefordert hat, um das Problem zu bewältigen, werde nach und nach umgesetzt. So habe die Partei unter anderem eine Regelung beim Familiennachzug im Rahmen des Asylpaketes II und die Erweiterung der sicheren Herkunftsländer durchgesetzt.

"Reicht das aus?", fragte er die versammelten Mitglieder und gab als Antwort: Nein, denn es könnten bis Mitte des Jahres rund eine weitere Millionen Flüchtlinge kommen. Stimmen am Tisch meinten gar: "Und das Doppelte bis Jahresende." "Eine solche Anzahl aufzunehmen, ist nicht möglich", betonte denn auch Kreuzer und machte sich gleich Gedanken, wie "das unterbunden werden" könnte. Es werde nicht gelingen durch Einrichtung von Hotspots oder eine Verbesserung der Situation in den Flüchtlingslagern, meinte Kreuzer und betonte: "Es muss national gehandelt werden an unseren Grenzen." Wobei er die Obergrenze wieder in den Raum stellte, die von der großen Mehrheit der Bürger befürwortet wird.


"Rechtswidrige Zustände"

Zudem hielt Kreuzer eine lückenlose Kontrolle an den 60 Grenzübergängen zu Österreich für erforderlich. "Diejenigen, die keine Papiere besitzen, sind zurückzuweisen nach Österreich, denn derzeit bestehen rechtswidrige Zustände an der Grenze", so der Fraktionsvorsitzende, der meinte, es sei ein Signal zu setzen, dass es so nicht weitergehen könne. Das Sicherheitsgefühl sei zudem massiv in Mitleidenschaft gezogen, was die Kölner Vorgänge bestätigten. "Wer so was macht, ist unverzüglich abzuschieben", sagte der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag und fügte hinzu, es sei besser, sofort zu handeln als morgen oder übermorgen.


Bürgerliche Politik

Ansonsten bezeichnete Kreuzer die Politik in Bayern als bürgerlich. So stehe die Familie im Zentrum der CSU-Politik, was das Landesbetreuungsgeld beweise. Bis 2018 werde das flächendeckende Ganztagsschulangebot eingeführt und für die Wirtschaft werde täglich gekämpft. Als Beispiel nannte Kreuzer, dass die derzeitige Erbschaftssteuerreform keinesfalls die Zustimmung der CSU finde.

Bis 2018 werde es den flächendeckenden Anschluss ans schnelle Internet geben, versicherte Kreuzer, wobei alles mit soliden Finanzen erreicht werde und Bayern bis 2030 schuldenfrei sein solle. "Jungen Menschen sollen keine Schulden übergeben werden, damit sie Chancen auf eine solide Zukunft haben", betonte Kreuzer.

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