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Coburg
Sommerferien

Jobben statt Faulenzen

Arbeit auf Zeit bringt Geld und einen Einblick in die Berufswelt.
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Die Sommerferien stehen vor der Tür. Für viele Coburger Schüler bedeutet das sechs Wochen Erholung vom stressigen Schulalltag, lange auszuschlafen und vielleicht in den Urlaub zu fahren. Doch einige nutzen die Möglichkeit, sich in der langen Zeit das Taschengeld aufzubessern. Einer von ihnen ist Savas Cagli. Statt sich auf die faule Haut zu legen, wird er in den Ferien am Ausschank im Josiasgarten stehen.
Der 17-Jährige ist mit seinen Aufgaben schon vertraut. Ungefähr seit zwei Monaten hilft er im Josiasgarten regelmäßig aus. Seine Chefinnen, Sarah und Maria Franz, sind sehr zufrieden mit dem Jugendlichen. Die gute Atmosphäre gefällt Savas an seiner Arbeit besonders. Wie er zu seinem Job gekommen ist? "Als der Biergarten neu eröffnet wurde, habe ich einfach mal vorbeigeschaut und gefragt, ob jemand gebraucht wird", erzählt er.

Im Lager bei der Wefa

Es gibt viele Wege, den passenden Ferienjob zu finden. Eine Möglichkeit ist es, wie Savas, einfach bei lokalen Unternehmen anzufragen. Manchmal wird man auch im Anzeigenteil der Zeitung fündig. Oft können Bekannte helfen. "Meine Freunde haben gesagt, die Arbeit macht Spaß, so bin ich zur Wefa gekommen", berichtet Philip Schnabel. Der 17-Jährige wird dort für drei Wochen im Lager arbeiten. Für ihn ist es der erste Kontakt mit der Berufswelt Neben Spaß geht es ihm natürlich auch um das verdiente Geld. Zwischen sieben und neun Euro bekommen die Ferienjobber in der Stunde - das hängt vom Unternehmen ab. Philip Schnabel weiß aber noch nicht, wofür er das Geld ausgegeben will.
Savas Cagli wird shoppen gehen und ein bisschen sparen. Konkrete Pläne hat eine 13-Jährige, die mit ihrer Freundin in einem Baumarkt arbeiten will: Ein neues Handy soll her. Doch Vorsicht! Es gibt gesetzliche Regelungen, die Schüler und Unternehmen beachten müssen. So ist Ferienarbeit für unter 14-Jährige verboten .

Altersbegrenzung Für Kinder bis zum 13. Lebensjahr ist Ferienarbeit verboten. 14-Jährige dürfen mit Zustimmung der Eltern bis zu zwei Stunden am Tag leichte Arbeiten verrichten.

Arbeitszeit Da Schulferien der Erholung dienen sollen, dürfen Schüler nicht mehr als vier Wochen pro Jahr arbeiten. Die Zeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche darf nicht überschritten werden

Ausnahmen Wochenendarbeit ist verboten, außer z.B. bei Sportveranstaltungen. Der Arbeitszeitraum von 6 bis 20 Uhr ist einzuhalten. Ausnahmen gibt es im Gaststättengewerbe (bis 22 Uhr) und in mehrschichtigen Betrieben (bis 23 Uhr).

Verboten Für Jugendliche ist schwere körperliche oder gefährliche Arbeit tabu. Nicht erlaubt sind das Tragen schwerer Gegenstände, Hantieren mit Chemikalien und Akkordarbeit.

Finanzielles Beiträge zur Sozialversicherung sind nicht zu zahlen. Steuern werden erst ab einem Monatseinkommen von über 896 Euro fällig und im nächsten Jahr zurückgezahlt.

Ratsam Zu Beginn des Ferienjobs sollten die Schüler einen schriftlichen Vertrag bekommen, in dem Arbeitszeiten, Aufgaben und Lohn geregelt sind.

Arbeitgeber müssen das Jugendschutzgesetz einhalten und die Jugendlichen über den Betrieb unfallversichern.

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