Ein Stadtstrand in Coburg mit Beachvolleyballfeld und Gastronomie? Eine Art Klettersteig über dem Wasser, schwebende Schüsseln voller Sand und eine stehende Welle zum Surfen? Wenn es nach den Initiatoren von "Use Itz" geht, bleiben diese Ideen keine Utopie, sondern werden zumindest teilweise Wirklichkeit.

Das Designer-Team von Njustudio lud am Samstag zur Ausstellungseröffnung im früheren Lüdeke-Pavillon an der Mohrenbrücke ein, um sein Konzept zur Nutzbarmachung der Itz vorzustellen. Im blau-weißen Design wurden die Ideen auf kreative Weise visualisiert: Überall prangte das tropfenförmige "Use Itz"-Logo. Auf den Sitzflächen von selbstgebastelten Liegestühlen fanden sich Übersichtspläne, an einer Wand wurde der Flussverlauf kartiert und die vielen Ideen mit Zeichnungen und Aquarellen illustriert. Am offenen Fenster zur Itz hing ein Schild: "Bitte nicht vom Beckenrand springen!" Der stilechte Strandkorb fehlte ebenfalls nicht. Und am "Itztea Time"-Automaten konnten Getränke bestellt werden.


"Sehr nett"



Christian Reetz, der als Architekt in Coburg arbeitet, findet die Ideen der ehemaligen Designstudenten "sehr nett". Allerdings hat er Zweifel daran, ob das vorgestellte Konzept tatsächlich städtebaulich umsetzbar ist.
Jan Fleischmann und Fabian Reichstein liegt die Sache wirklich am Herzen. Beide studieren Produktdesign an der Coburger Hochschule und finden es äußerst schade, dass es im Stadtgebiet keinen Zugang zur Itz gibt. Deswegen fahren sie häufig hinaus an Seen und Flüsse im ländlichen Bereich, weil ihnen das Wasser so wichtig ist. Besser wäre es da natürlich, auch in der Stadt eine Alternative zu haben.


Locals: Schön, aber kein Wasser


"Alle Städte mit Flair haben Zugang zum Wasser. In Coburg ist alles verbaut," sagte Jan Fleischmann und nannte Bamberg als Gegenbeispiel. Mit dem Hain, dem Stadtpark und dem Sandstrand am Kunigundendamm gibt es dort gleich mehrere Möglichkeiten, sich am Wasser zu amüsieren und Erholung zu suchen. "Das ist doch auch das Problem beim Beachclub der Coburg Locals am Lokschuppen. Da ist zwar ein Sandstrand, aber die haben eben kein Wasser", ergänzte der angehende Designer.

Die Voraussetzungen, die die Itz bietet seien im Prinzip ideal: "Sie ist begehbar, hat einen niedrigen Wasserstand und sie ist optimal, um einfach mal die Füße ins Wasser zu halten", meinte Fabian Reichstein. "Man müsste ja gar nichts abreißen, es ist doch alles schon da. Das vorgestellte Konzept ist klar übertrieben, die Studenten sollten sich ja auch mal richtig ausleben. Tatsächlich muss es dann aber einfach bleiben: ein Strand, ein Café, vielleicht noch ein Volleyballfeld und eine Bar." Jan Fleischmann stimmte ihm da voll und ganz zu: "Möglichst einfach, sehr elementar. Es geht einfach nur darum, einen so wichtigen Zugang zum Wasser zu schaffen."