Hassenberg

Irland war ein schneller Entschluss

Max Vorndran aus Hassenberg lebt seit Anfang September in Dublin. Wie lange er dort bleiben wird, ist für den 19-Jährigen noch ungewiss.
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Max Vorndran vor der Molly-Malone-Statue in Dublin Foto: Cindy Dötschel
Max Vorndran vor der Molly-Malone-Statue in Dublin Foto: Cindy Dötschel
"Eigentlich hatte ich im Vorfeld keine Erwartungen in Bezug auf mein neues Leben in Dublin. Ich habe auch nicht viel nachgedacht und einfach alles auf mich zukommen lassen", erinnert sich Max Vorndran. Für den 19-Jährigen kam sein Umzug vom beschaulichen Hassenberg in die Hauptstadt Irlands sehr überraschend: "Ich habe dieses Jahr meine Ausbildung an der Asco-Sprachenschule Coburg abgeschlossen. Was ich danach machen wollte, wusste ich nicht wirklich. Letztendlich habe ich mich dann innerhalb von einer Woche dazu entschieden, nach Irland zu ziehen und dort zu arbeiten. Eine Woche und ein Telefon-Interview später hatte ich dann einen Job im Bereich Digital Marketing", erzählt Max Vorndran.

Doch der Hassenberger ist nicht zum ersten Mal in Irland: 2015 hat er bereits ein einmonatiges Praktikum in Cork absolviert. Zu dieser Zeit hat er mit einem Kumpel in einer irischen Gastfamilie gelebt und in einer Recruitment Agency gearbeitet. "Bereits nach diesem kürzeren Aufenthalt hat mich Irland nachdrücklich begeistert", so Max Vorndran.


Die Wohnungssuche war schwierig

Da der Umzug sehr spontan kam, musste der 19-Jährige in Dublin noch viel organisieren. "Vor allem die Wohnungssuche ist in Irland besonders schwer. Zum Glück hatte ich vor meiner Abreise aus Deutschland schon eine Zusage und lebe jetzt in einer Wohnung mit einem Iren. Bevor ich die Wohnung beziehen konnte, musste ich jedoch noch eine Woche lang in einem Hostel wohnen, denn mein Mitbewohner war genau zu dieser Zeit im Urlaub." Ein Hostel als Unterkunft in Dublin kann Max Vorndran jedoch nur weiterempfehlen: "Ich habe in dieser Woche richtig viele Leute getroffen und war jeden Tag mit Menschen aus den verschiedensten Ländern unterwegs."

Neben der Arbeit bleibt Max Vorndran von Montag bis Freitag nicht viel Freizeit: "Außer Kochen, Waschen und Fußball spielen mit Kollegen mache ich abends nicht viel." Aber am Wochenende ist dafür immer was los. "Ich mache regelmäßig Ausflüge, beispielsweise an die nahe gelegene Küste. Außerdem ist der Phoenix Park in Dublin, einer der größten urbanen Parks Europas, wirklich sehenswert. Da ich als Dorfkind kein Fan von größeren Menschenmassen bin, zieht es mich nur ins Stadtzentrum, wenn ich Leute treffen, feiern gehen oder einkaufen möchte", gibt Max Vorndran preis.


Whiskey und Bier

Für den 19-Jährigen war es nicht schwer, sich in Dublin zu integrieren. Er hat in kurzer Zeit ziemlich viele Leute kennengelernt. "Die Menschen hier sind im Allgemeinen sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Leute aus allen Altersgruppen und Ländern der Welt leben in Dublin zusammen. Auf der Arbeit bin ich beispielsweise auch nur mit ,Ausländern‘ zusammen. Im Vorfeld hatte ich eher die Erwartung, dass ich mehr Iren kennenlernen würde."
An der irischen Kultur faszinieren Max Vorndran vor allem die urigen Pubs. "In jedem einzelnen Pub gibt es mindestens ein Dutzend verschiedene Biersorten und unzählige verschiedene Whiskeys. Die Auswahl ist also riesig. Außerdem treten regelmäßig irische Live-Musiker auf, die wirklich talentiert sind. Diese Atmosphäre kann man nicht wirklich erklären - man muss dafür selbst einmal dort gewesen sein", schildert Max Vorndran seine Eindrücke.

Wie lange der Hassenberger noch in Dublin bleiben wird, ist ungewiss: "Ich werde auf jeden Fall noch bis September, aber vielleicht auch länger in Dublin bleiben. Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde. Auch fehlt mir das deutsche Essen." Zwar gibt es viele deutsche Produkte in Irland zu kaufen, aber tatsächlich deutsch sind nur die wenigsten. "Einmal wollte ich Bratwürste essen. Die Würstchen wurden dann aber in ein labbriges Hot-Dog-Brötchen gelegt und mit Röstzwiebeln überstreut. Also glichen sie am Ende leider eher einem Hot-Dog als einer Bratwurst", berichtet Max Vorndran.
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