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Coburg
Leopoldstraße

Investor möchte objektive Diskussion führen

Der Investor für den geplanten Neubau am DSZ ging in seinem neu angemieteten Baubüro auf die Kritik der Anwohner ein.
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Die Fassadengestaltung ist bereits mit dem Denkmalschutz abgestimmt, sagt Thomas Siebenhaar.
Die Fassadengestaltung ist bereits mit dem Denkmalschutz abgestimmt, sagt Thomas Siebenhaar.
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Lediglich drei Anwohnerinnen folgten der Einladung des Investors. Sie beklagten die ungünstige Uhrzeit. Ihre Männer müssten um 16 Uhr noch arbeiten. Thomas Siebenhaar, Geschäftsführer von Projekt Bauart, informierte am Donnerstag in den neu angemieteten Räumen im Münzmeisterhaus über die geplante Baumaßnahme auf dem ehemaligen Gefängnisgrundstück und auf dem Gelände des Diakonisch Sozialen Zentrums in der Leopoldstraße. "Wir wollen eine objektive Diskussion führen", betonte Siebenhaar und bedauerte das geringe Interesse. Mit Grafiken und Bilder veranschaulichte er die Situation und ging auch gleich auf verschiedene Kritikpunkte ein:
1. Mangelnde Transparenz: Der Erwerb des Gefängnis-Grundstücks sei vor etwa zwei Wochen über die Bühne gegangen. Vorher konnten keine Pläne präsentiert werden. Die Stadt Coburg musste erst mit den Entwürfen einverstanden sein, Bodenproben waren notwendig. Kleinteiligkeit bei der Architektur und Farbgebung nach den Richtlinien des Denkmalschutzes waren wichtig. Außerdem ist klar, dass der Kunstverein seine zehn Stellplätze behält.
2. Der lange Riegel: Die Leopoldstraße ist ein zusammenhängender Bauriegel von etwa 400 Metern. Bei dem Neubau hat man darauf geachtet, dass die Fassaden kleinteilig und abwechslungsreich sind. Das ehemalige Gefängnis an der Stelle sei ein wesentlich größerer Komplex gewesen.
3. Altbau-Renovierung: Befürchtungen, der Investor wolle nur den Neubau errichten und lasse dann den Bestand DSZ wie er ist, brauche es laut Siebenhaar nicht zu geben. Zum einen sei der Bauherr vertraglich verpflichtet, zum anderen sei die Firma Projekt Bauart gerade auf Bestandsbau spezialisiert. Baugenehmigungen für den Umbau liegen bereits vor.
Da allerdings das Internat im DSZ noch bis Ende 2017 bewohnt wird, kann vorher nicht mit dem Bau begonnen werden.
4. Parkplätze: Projekt Bauart schafft 102 Wohneinheiten mit 122 Parkplätze (Tiefgaragen, Carports, Freiflächen). Alle Wohnungen sind barrierefrei, und die Interessenten dafür seien auch in der Mehrzahl ältere Menschen. Wegen der Zentrumsnähe geht der Investor davon aus, dass die Mehrzahl der Bewohner kein zweites Fahrzeug besitzt. Im Gegensatz dazu erläuterte er die Situation, als das DSZ noch voll belebt war und täglich dort 120 Mitarbeiter , etwa 30 Gäste und 150 Kinder untergebracht waren. Der Fuhrpark allein zählte 22 Fahrzeuge. Siebenhaar: "Die Verkehrssituation wird sich entspannen."
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