Dörfles-Esbach
Gemeinderat

In der Lauterer Straße in Dörfles-Esbach wird's gemach

Eine Hüpfinsel und ein Kreisverkehr sollen das Rasen an der neuralgischen Stelle in Dörfles-Esbach beenden.
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Die Kreuzung Lauterer-, Rückert- und Passchendaele-Straße soll einen Kreisverkehr bekommen, wobei Fußgänger und Radler besonders geschützt werden sollen.Foto: Lothar Weidner
Die Kreuzung Lauterer-, Rückert- und Passchendaele-Straße soll einen Kreisverkehr bekommen, wobei Fußgänger und Radler besonders geschützt werden sollen.Foto: Lothar Weidner
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Den Verkehr in der Lauterer Straße möchte der Gemeinderat verlangsamen. Die Schnellfahrer auf dieser Straße sind dem Bürgermeister Udo Döhler (UBV) und dem Gemeinderat schon seit langem ein Dorn im Auge. Zwei Maßnahmen will das Gremium sich vornehmen, so wie es bei der letzten Sitzung beschlossen wurde.
Döhler konnte zum einen bereits Pläne präsentieren, die den Bau einer Hüpfinsel in der Lauterer Straße im Bereich des Ortsausganges Richtung Norden vor der Rottenbachbrücke vorsehen. Die Kosten betragen 35 000 Euro und sind in den Haushalt 2017 mit aufzunehmen, was bedeutet, dass eine Umsetzung noch in diesem Jahr erfolgen soll. Die Fahrbahn soll aufgeweitet werden und die Hüpfinsel mitten in der Straße soll Fußgängern, Radlern und Behinderten ermöglichen, ungefährdet über die Straße zu gelangen.

Zum Zweiten wird ein Mini-Kreisverkehr an der Kreuzung Lauterer-, Rückert- und Passchendaelestraße ins Auge gefasst. Auch hier wurde der Bürgermeister beauftragt, entsprechende Planungen mit Kostenvoranschlag einzuleiten. Der Kreisel soll einen Durchmesser von acht Metern aufweisen. Zusätzliche Fußgängerwege sind vorgesehen. Die Polizei hat bereits Zustimmung zu beiden Maßnahmen signalisiert. Döhler erhofft sich mit einem relativ geringen Kostenaufwand eine Verkehrsberuhigung.


Wieder der Netzentwicklungsplan

"Jetzt geht der Kampf wieder von vorne los", meinte der Bürgermeister, als er die Stellungnahme der Gemeinde zum Netzentwicklungsplan 2030 vortrug. Er forderte die Bürger auf, im Rahmen des Konsultationsverfahrens wieder einmal Stellungnahmen abzugeben. Es geht um den Neubau der Trasse P 44 durch den nördlichen und westlichen Landkreis nach Grafenrheinfeld oder um eine Netzverstärkung der bestehenden Trasse P44mod nach Redwitz. Gemeinderätin Rottraud Lindner (UBV) meinte dazu süffisant: "Eine Bürgerbeteiligung wird uns nur vorgegaukelt und es bringt überhaupt nichts." In der vom Gemeinderat beschlossenen Stellungnahme wird betont, dass das Nadelöhr zwischen Dörfles-Esbach und Rödental keine weitere Leitung mehr verkrafte, da durch ICE, A 73 und B 4 die Landwirtschaft und Menschen bereits sehr stark belastet seien. Zudem werde der zweitkleinsten Gemeinde des Landkreises die Entwicklungsfähigkeit durch erhebliche Eingriffe in die Planungshoheit beschnitten, das Landschaftsbild und somit die Naherholung würden beeinträchtigt und in die gemeindeeigenen Grundstücke werde eingegriffen. Auch der Nachweis über die Notwendigkeit der Trasse fehle. Die Planung basiere auf schweren methodischen Fehlern mit der Folge, dass durch den weit überdimensionierten Ausbau, der die Akzeptanz der Energiewende bedrohe, der Stromverbraucher die unnötigen Kosten zu tragen habe. Auch seien technische Alternativen unzureichend berücksichtigt worden.

Jugendpfleger Matthias Mauer gab einen umfangreichen Bericht seiner Arbeit ab. Der Vortrag war nur so gespickt mit zahlreichen Aktivitäten, die fast immer ausgebucht waren, insbesondere bei den Ferienprogrammen. Dazu meinte Gemeinderat Torsten Dohnalek (UBV): "Manche Gemeinden beneiden uns darum."

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