Das Friedensgebet wird mitgestaltet von der evangelischen Jugend, der katholischen Kirchengemeinde St. Marien sowie Pfarrern der Ephorie und des Friedensmuseums Meeder. Die Ansprache hält Dekan Andreas Kleefeld aus Coburg.

In einer Einladung, die am Donnerstag verschickt wurde, heißt es wörtlich:

"Als Christen verurteilen wir die Inhalte und die ihnen oft folgenden Taten der NPD und aller rechtsextremen Gruppierungen aufs Schärfste. Sie widersprechen in ihrer Fremdenfeindlichkeit, ihrem Antisemitismus, ihrem Rassismus und ihrer Menschenverachtung dem christlichen Menschenbild und den Grundsätzen der Demokratie und der Menschenrechte.

Einen entsetzlichen Höhepunkt stellte die mörderische Gewalt dar, die von im Untergrund tätigen Neonazis in den vergangenen Jahren ausgeübt wurde.

Das Gebot der Nächstenliebe und die Achtung der Menschenwürde gebieten uns in aller Klarheit überall da zu widerstehen, wo die NPD oder andere rechtsextreme Gruppen auftreten. Nie dürfen wir die Opfer der Nazi- Gewaltherrschaft vergessen.

Deshalb halten wir das Friedensgebet: Mit Stille und Lesungen, Liedern und Gebeten und dem Friedensläuten.
Leise, aber unüberhörbar - in der Hoffnung, dass aus diesem Friedensgebet tatsächlich ein Bündnis entsteht, das an einem tragfähigen und nachhaltigen Konzept für die Region arbeitet."