Rödental
Beteiligung

In Rödental fand der Auftakt zu Isek statt

Bei den Isek-Workshops ist die Mitarbeit der Rödentaler gefragt. Es geht um die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile.
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Auch Punkte zur Bewertung der Priorität der Themen konnten verteilt werden. Foto: Lothar Weidner
Auch Punkte zur Bewertung der Priorität der Themen konnten verteilt werden. Foto: Lothar Weidner
Isek heißt die Zauberformel. Es ist die Abkürzung für Integriertes Stadtentwicklungskonzept. Die Stadt Rödental will dies nun umsetzen.

Zunächst beschloss der Stadtrat die Teilnahme, suchte einen Planer, bestellte eine Lenkungsgruppe und machte in dieser Woche einen weiteren Schritt mit einer Auftaktveranstaltung im Rathaus, mitgestaltet von Bürgern.
Isek-Ziel ist ein Prozess der Stadtentwicklung. Dazu erklärte Bürgermeister Marco Steiner (FW): "Er kann uns tolle Früchte bringen, hoffentlich auch in Rödental." Kontakte mit der Regierung von Oberfranken bestünden bereits. Letztendlich stehe auch deren finanzielle Förderung, aber auch deren Begleitung im Verfahren an.
Ein wesentlicher Baustein neben der professionellen Begleitung durch ein Planungsbüro ist die aktive Mitarbeit der Bürger. Zu dieser rief Diplomingenieurin Claudia Roschlau von Baurconsult Haßfurt auf.


Isek-Ideen wurden per Moderationskarten an Schautafeln geheftet. Viele Vorschläge kamen noch nicht zustande. Zunächst meldete sich Stefan Zapf und bemängelte, dass dem Rödentaler Einzelhandel durch den Online-Handel erheblicher Schaden zugefügt werde und es gelte, künftig den Spieß umzudrehen. Thomas Gehrlicher sagte, der Verkehr durch die Stadtmitte sei so stark trotz der Umgehungsstraße. Hier bestehe Handlungsbedarf.
Werner Brückner fand gut, dass mit dem Auto bis vor die Tür der Einkaufsmärkte am Stadtrand fahren kann, da es in den Dörfern fast keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gebe. Ansonsten mündeten die schriftlich abgegebenen Meinungsäußerungen über die verschiedenen Themenbereiche in Workshops und bildeten die Grundlage für eine Konzepterstellung.


Viel zu tun

Wie Claudia Roschlau eingangs der Auftaktveranstaltung erläuterte, ergäben sich für Rödental folgende Handlungsfelder: Wohn-, Siedlungs-, Gewerbe- und Einzelhandelsentwicklung, Wohn- und Gewerbeleerstände, Brachflächen, Demografie und Sozialstruktur, versorgende und soziale Infrastruktur, Qualität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Raumes, Grün- und Erholungsräume mit landschaftsräumlicher Einbindung, Verkehr mit Mobilität und Erreichbarkeit sowie Energie, deren Versorgung und Elektromobilität.

Zu all diesen Themen waren die anwesenden Bürger gefragt - immer unter der Prämisse: Wie beurteilen Sie die Situation, wo besteht Handlungsbedarf, wo fehlt etwas, wie kann Rödental Lebensmittelpunkt für alle Generationen werden und wie soll es zukünftig aussehen, um dem bis 2030 prognostizierten Bevölkerungsrückgang von bis zu 15 Prozent entgegenzuwirken? Auch sollten Fragen beantwortet zu Tourismus und Naherholung, Freizeitgestaltung und Mobilität und einer möglichen Mitgestaltung.


Schon am Samstag geht es weiter

Wie geht es weiter? Der erste Workshop wird am Samstag, 28. Mai, in der Zeit von 9 bis 13 Uhr im Rathaus sein, bei dem sich herausstellen wird, wie groß das Engagement der Bürger sein wird. Weitere vier Workshops sind vorgesehen. Eine ganze Reihe von weiteren Arbeitstreffen sieht das Isek-Verfahren vor, so dass mit der Ergebnispräsentation in einer Veranstaltung Anfang 2017 zu rechnen ist.
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