Neukirchen

In Neukirchen nagt der Schimmel an der Arche

Symbol für ein wachsendes Bewusstsein im Umgang mit der Natur ist die Arche in Neukirchen. Jetzt hat sie Schimmelprobleme.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Arche soll Mittelpunkt für Jugendprojekte rund um den Klimawandel und ökologisches Handelns sein. Fotos: Rainer Lutz
Die Arche soll Mittelpunkt für Jugendprojekte rund um den Klimawandel und ökologisches Handelns sein. Fotos: Rainer Lutz
+2 Bilder
"Wir brauchen noch Geld." Peter Dienst, Leiter der evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen sagt es unumwunden. Die Arche, die vor dem Gebäude steht ist fast fertig, aber eben nur fast. Jetzt beherbergt sie zudem Arten, die auf ihr gar nicht erwünscht sind: Schimmelpilze.
"Es wird weitere 3500 Euro kosten, die Stellen, an denen Wasser einsickert zu verblechen", erklärt Dienst. "Außerdem ist noch einiges am Innenausbau zu tun", ergänzt Patricia Keim, Fundraising-Referentin des evangelischen Dekanats. Da ist Rainer Engelhardt ein willkommener Gast. Als Vertreter der Sparkasse Coburg-Lichtenfels hat er einen Scheck über 2500 Euro mitgebracht. Auch Landrat Michael Busch (SPD) stattet dem Bauwerk einen Besuch ab, das im vergangenen Sommer an etlichen Mitbautagen von Jugendlichen aus der Region geschaffen wurde.
Im Sommer finden in Neukirchen die Nordbayerischen Klimatage statt.
Rund 400 junge Leute sollen dann rund um die Arche campen und gemeinsam ein gestärktes Bewusstsein für Probleme des Klimawandels und daraus resultierendes Verhalten entwickeln. Dir Arche steht dabei im Mittelpunkt und soll Ort für viele Veranstaltungen sein. Bis dahin möchte Dienst natürlich eine komplett fertige und pilzfreie Arche präsentieren können. Der bisherige Bau war eine "finanzielle Punktlandung", wie er betont. Auf 49 000 Euro veranschlagt, kostete das Vorhaben knapp über 48 000 Euro, rechnet er vor.

Immer neue Ideen

Jetzt beginnt eine neue Jahresrechnung mit notwendigen Arbeiten und es gibt eine Menge Ideen. Eine davon hatten Jugendliche, die an den Mitbautagen dabei waren. "Wir wollen einen Wasserweg anlegen", erklärt Dienst. "Es war toll, was die Jugendlichen uns da als fertige Skizze auf den Tisch gelegt haben", ist Patricia Keim begeistert. Ein Wanderweg auf drei Kilometern Länge an der Lauter entlang, zeigt viel, was die Bedeutung von Wasser unterstreichen kann. Leben am und im Wasser, Mühlen, eine alte Papierfabrik, eine Fischzucht und der Überleiter der Lauter zum Goldbergsee liegen im Bereich des Wanderwegs, der mit verhältnismäßig geringen Mitteln zu einem regelrechten Lehrpfad ausgebaut werden kann.
So soll rund um die Arche viel getan werden, um kommenden Generationen Wissen und Bewusstsein für die Notwendigkeit ökologisch sinnvollen Handelns zu vermitteln. Gewissermaßen mit dem Ziel, dass eben diese künftigen Generationen nie eine Arche brauchen werden. "Wenn sie schwimmt, dann haben wir etwas falsch gemacht", lacht Peter Dienst. Denn dann konnte die Bildungsarbeit wohl den Anstieg der Meere nicht verhindern.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren