Coburg
Feierstunde

In Coburg gibt es Preise für die Verschönerung des Stadtbilds

Die Gemeinschaft "Stadtbild Coburg" und die Stadt haben kreative Hauseigentümer mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet.
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Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha nahm die Medaille der Stadt Coburg entgegen, mit der die Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha'schen Familie für die Sanierung des Beamtenhauses neben dem Schloss Callenberg ausgezeichnet wurde. Foto: Martin Koch
Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha nahm die Medaille der Stadt Coburg entgegen, mit der die Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha'schen Familie für die Sanierung des Beamtenhauses neben dem Schloss Callenberg ausgezeichnet wurde. Foto: Martin Koch
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Die Gemeinschaft "Stadtbild Coburg" und die Stadt haben in einer Feierstunde einige Hauseigentümer für gelungene Altbausanierungen ausgezeichnet. Es gab Urkunden und Medaillen, wobei durchaus verschiedene Bewertungskriterien angelegt worden waren. So würdigt die Stadt die Gesamtbemühungen eines Bauherren, wobei neben der äußeren Schönheit auch die weitgehend authentische Rekonstruktion des Innenlebens eines Gebäudes mit berücksichtigt wird. Das soll und kann eine zeitgemäße Nutzung natürlich nicht ausschließen.

Der Gemeinschaft "Stadtbild Coburg" geht es, so sagt es ja auch der unverhüllte Blick auf den Namen des Vereins, vor allem um die äußere Harmonie, ja eben die Schönheit des Stadtbildes. Gerade in den Anfangsjahren der Gemeinschaft war der Bewertungsjury in der Regel ja der Blick hinter die schönen Kulissen nicht möglich.


Unterstützen statt verhindern


Aber trotz unterschiedlicher Bewertungskriterien sind sich "Stadtbild Coburg" und Stadt im gemeinsamen Bestreben einig, Coburg schöner zu machen. "Wir wollen Coburg für die Zukunft gestalten, jenseits aller demografischen Prognosen", sagte die für Bauangelegenheiten zuständige Bürgermeisterin Birgit Weber. "Wir verhindern nicht, wir unterstützen."

Weber verriet, dass die Stadt zuletzt private Altbausanierungen mit fast 100 000 Euro im Jahr unterstützt habe. Sie zeigte sich auch dem Wunsch der Gemeinschaft aufgeschlossen, einen Lichtmasterplan für die Stadt aufzustellen. Freilich wollte sie noch nicht zuviel versprechen. "Das ist eine freiwillige Leistung", gab sie zu bedenken. Da könne die Stadt Coburg wegen der in Haushaltsfragen wachen Augen der Regierung von Oberfranken eben nicht so freigiebig sein. Aber Fördermittel von Drittseite könnten ja den Lichtmasterplan auf den Weg bringen.

Im Ergebnis ist es ja oft so, dass die Auszeichnungen an die gleichen Anwesen und Hauseigentümer vergeben werden. So bekamen die herzogliche Familie von Sachsen-Coburg und Gotha für die Sanierung von Nebengebäuden des Schlosses Callenberg (Beamtenhaus) Urkunde und Medaillen sowohl von der Gemeinschaft als auch von der Stadt. In der gleichen Weise wurde Carsten Hennig für die Sanierung des Hauses Webergasse 32 gleich zweifach ausgezeichnet.


Häuserzeile in neuem Glanz


Urkunden von der Stadt und eine Medaille von Stadtbild Coburg gab es für die Gebäude Mühlgasse 8 (Matthias Wichtrey) und Ketschendorfer Straße 4 (Eva Schumann).

Im Fall Ketschendorfer Straße 4 hat es sich jetzt so ergeben, dass sich eine ganze Häuserzeile zwischen Ketschenanger und Ketschentor im neuen alten Glanz präsentiert.

Eine Urkunde von der Stadt und Medaille und Urkunde von "Stadtbild Coburg" gab es auch für das Haus Rückertstraße 1, an der Einmündung zur Steingasse.

Der "Stadtbild"-Vorsitzende Hans-Heinrich Eidt gab schon einen unverbindlichen Vorausblick auf die nächste Preisvergabe. Die Hauseigentümer der Rückertstraße 1 beschäftigen sich ja derzeit mit der Sanierung der ehemaligen Druckerei Dornheim in der Steingasse. "Ich finde es toll, wie sie daran arbeiten", sagte Eidt. Eine Medaille der Stadt Coburg erhielt die Rudolf-Steiner-Schule neben Schloss Callenberg für den Umbau einer ehemaligen Scheune zu einem Mehrzweckgebäude.


Urkunden und Medaillen


Mit Urkunden und Medaillen von der Gemeinschaft "Stadtbild Coburg" wurden die Häuser Leopoldstraße 28 und 30 (Renate Hellmich), Judengasse 32 (Ute Reichert-Lugert), Oberer Bürglaß 3 (Stadt Coburg), Webergasse 26 (ADAC), Judengasse 50 (Heiko Dietz), Oberer Bürglaß 15 (Marion Antretter-Bolkovac), Ketschengasse 46 (Wohnbau Stadt Coburg), Blumenstraße 5 (Herbert Bublick und Waltraud Knapp) sowie Steintor 10 (Karin und Alexander Engelhardt) bedacht.
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