Schorkendorf
Rettungsdienst

Im Notfall schneller in den Coburger Süden

Bei Schorkendorf (Landkreis Coburg) haben die Arbeiten für die neue Rettungswache begonnen. Noch vor Weihnachten soll sie einsatzbereit sein.
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So soll sie aussehen: die neue Rettungswache im Ahorner Gemeindeteil Schorkendorf. Grafik: Architekturbüro Setzer
So soll sie aussehen: die neue Rettungswache im Ahorner Gemeindeteil Schorkendorf. Grafik: Architekturbüro Setzer
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Für die Bewohner des süd(west)lichen Landkreises Coburg ist dieser Neubau ein wichtiges Stück Sicherheit im Not- oder Krankheitsfall. Am Montag hat im Ahorner Gemeindeteil der Spatenstich für die neue Rettungswache "Coburg-Süd" stattgefunden. Wird diese in Betrieb genommen, steht dort künftig rund um die Uhr ein Rettungswagen samt Personal zum Einsatz bereit.
Betrieben wird die Einrichtung vom Kreisverband Coburg im Bayerischen Roten Kreuz (BRK). Dessen Vorsitzender, Siegfried Wölki, zeigte sich froh über den Neubau: "So können wir deutlich schnellere Hilfe leisten." Ein anfangs nicht unumstrittenes Gutachten eines Instituts für Notfallmedizin zur rettungsdienstlichen Versorgung war es, das beim in Coburg angesiedelten Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung zu neuen Strukturen für die Landkreise Coburg, Kronach und Lichtenfels führte.
Ein Ergebnis dieser Neuausrichtung war, dass der viele
Jahre nur tagsüber besetzte Rettungswagen-Stellplatz in Bad Rodach zur rund um die Uhr einsatzbereiten Rettungswache ausgebaut werden konnte. "Überraschend" sei die Genehmigung dafür durch die Krankenkassen als Kostenträger gewesen, sagte Landrat Michael Busch (SPD) als Vorsitzender des Zweckverbandes. Mit der Aufstufung für Bad Rodach einher ging die Aufteilung der bislang mit zwei Fahrzeugen besetzten Rettungswache in der Coburger Sally-Ehrlich-Straße. Ein Rettungswagen bleibt dort, der zweite kommt nach Schorkendorf. Gerade für Seßlach, Tambach und Dietersdorf, versicherte Busch, werde der neue Standort eine enorme Verbesserung darstellen. Damit sei der neue Standort schon eine echte Wunschlösung, freute sich der Landrat: "Rund um die Uhr 365 Tage im Jahr besetzt - das ist das, was wir alle wollten." Siegfried Wölki erinnerte zudem daran, dass es bei den alten Strukturen im Rettungsdienst in eigen Orten kaum möglich war, die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von zwölf Minuten einzuhalten.
Der Standort Schorkendorf ist für Einsatzfahrten in den südlichen Landkreis nahezu ideal. Es hat aber seine Zeit gedauert, bis die neue Rettungswache auf den Weg gebracht werden konnte. Siegfried Wölki erinnerte daran, dass dem BRK-Kreisverband ursprünglich eine Miet-Immobilie lieber gewesen wäre. Problem aber, räumte der BRK-Kreisverbandsvorsitzende ein: "Wir haben keine bekommen." Deshalb reifte beim Roten Kreuz der Plan, eine neue Rettungswache zu bauen. Rund eine halbe Million Euro kostet der Neubau am Ende des Schorkendorfer Neubaugebietes.
Die BRK-Rettungswache könnte für Schorkendorf der Anfang eines kleines "Rettungszentrums" direkt neben der Bundesstraße 303 werden. Der Ahorner Bürgermeister, Martin Finzel (parteilos), wollte der örtlichen Feuerwehr zwar noch nicht zu viel versprechen, deutete aber an: "Hier könnte ein sinnvoller Standort für ein neues Gerätehaus sein." Sinnvoll alleine schon deshalb, weil die Feuerwehr und der Rettungsdienst nicht selten gemeinsam ausdrücken und sich deshalb die "Verzahnung" der Hilfsorganisationen anbiete.
Die zentrale Lage der neuen Rettungswache - deren Bau inzwischen schon etwas weiter als sonst bei einem Spatenstich üblich fortgeschritten ist - verdeutliche Finzel noch einmal mit einem Blick auf die Landkarte: Die Weitramsdorfer Gemarkungsgrenze ist von der Rettungswache aus nur einen Steinwurf weit entfernt, bis zum Gebiet der Stadt Seßlach ist es auch nicht sehr weit. "Wir sind näher an die Menschen heran gerückt", freute sich der Bürgermeister.


Fertig? Vor dem Weihnachtsfest

Auf verbindliche Zusagen zur Eröffnung der neuen Rettungswache wollte sich am Montag bei aller Feierstimmung keiner der Verantwortlichen festnageln lassen. Architektin Marion Setzer (Rödental) war es dann, die zumindest den ungefähren Zeitplan skizzierte: "Deutlich vor Weihnachten", versicherte die Planerin der neuen Rettungswache, werde man mit den Bauarbeiten fertig sein.


Die künftigen Strukturen im Rettungsdienst

Landkreis Coburg: Wenn die neue Rettungswache in Schorkendorf ihren Betrieb aufnimmt stehen im Landkreis Coburg vier rund um Uhr besetzte Rettungwachen zur Verfügung. Diese befinden sich in Coburg (Sally-Ehrlich-Straße), Schorkendorf, Bad Rodach und Neustadt. Zeitlich begrenzt besetzte Stellplätze für Rettungsfahrzeuge wird es nicht mehr geben.
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