Coburg

"Ihr habt hier in Coburg ganz großes Theater"

Tobias Ehrlicher schlägt beim politischen Aschermittwoch gedämpfte Töne an und befasst sich mit zwei großen Baustellen: Landestheater und Therme.
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Was die Therme Natur in Bad Rodach mit dem Landestheater gemeinsam hat: Beide seien sie ererbte Probleme, sagte der Bad Rodacher Bürgermeister Tobias Ehrlicher bei der SPD. Aber während sich die Stadt an der finanziellen Absicherung der Therme beteiligt, kommen aus dem Landkreis fürs Theater nur warme Worte: "Enorm wichtig für die Region", nannte es Ehrlicher. Foto: CT-Archiv
Was die Therme Natur in Bad Rodach mit dem Landestheater gemeinsam hat: Beide seien sie ererbte Probleme, sagte der Bad Rodacher Bürgermeister Tobias Ehrlicher bei der SPD. Aber während sich die Stadt an der finanziellen Absicherung der Therme beteiligt, kommen aus dem Landkreis fürs Theater nur warme Worte: "Enorm wichtig für die Region", nannte es Ehrlicher. Foto: CT-Archiv
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Deshalb werde der Aschermittwoch "nicht ganz so laut, nicht ganz so polternd" ausfallen, betonte Bartl. Der Abend im großen Saal des "Münchner Hofbräu" begann denn auch mit einer Schweigeminute für die Opfer und einem Dank an die Einsatzkräfte.

Thomas Rausch, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Coburg-Kronach, gab sich zurückhaltend. Statt Schlägen "knapp oberhalb der Gürtellinie", wie er selbst sagte, setzte er eher Nadelstiche. Zum Beispiel in Richtung des CSU-Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach, der laut Wirtschaftswoche eine Absenkung des Mindestlohns für Flüchtlinge gefordert habe. Damit nehme Michelbach die Spaltung der Gesellschaft bewusst in Kauf, kritisierte Rausch.

Hauptredner Tobias Ehrlicher, Bürgermeister von Bad Rodach, widmete sich kommunalpolitischen Themen. "Bei euch fühlt man sich manchmal wie im Theater", bescheinigte er den Genossen im Coburger Stadtrat.
"Ihr habt Geschäftsordnungsanträge, Umformulierung von Geschäftsordnungsanträgen, Sitzungsunterbrechungen, ..." Oberbürgermeister Norbert Tessmer als Intendant sei "hier nicht immer zu beneiden". In Sachen Landestheater-Sanierung "braucht ihr aber keine neuen Grundsatzdiskussionen mehr". Tessmer habe die "Erbschaft Landestheater" nicht ausschlagen können, sagte Ehrlicher: "Es ist wunderschön und teuer. Es ist für die Region enorm wichtig."

Ausdrücklich dankte Ehrlicher für die Solidarität und Unterstützung der Stadt bei der Erbschaft, die er als Bürgermeister von Bad Rodach nicht ausschlagen konnte: die Therme Natur. Die Umstellung auf eine private Betriebsführung sei "genau der richtige Schritt" gewesen. Doch es sei nicht fair, dass der Freistaat einen 60 Millionen Euro teuren Thermenneubau in Weißenstadt (Landkreis Wunsiedel) fördere, aber die Stadt Bad Rodach bei ihren Bemühungen alleine lasse, ihre Therme attraktiver zu machen.

Ehrlicher brachte es außerdem fertig, die Wörter Käsekuchen, Mütze, Dackel, Vorhang, Zitrone und Speisekarte in seiner Rede unterzubringen. Für jedes Wort hatte im Stadtverbandsvorsitzender Stefan Sauerteig ein Freibier versprochen. Aber weil Fastenzeit ist, will Ehrlicher auf Alkohol verzichten.

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