Ahorn
Ausstellung

Idee: Schaf Sammy weist den Weg zum Gerätemuseum in Ahorn

Studenten der Hochschule Coburg haben Konzepte für die Alte Schäferei in Ahorn entworfen. Auch über die Straße dorthin haben sie sich Gedanken gemacht.
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Das "Wanderschaf Sammy" könnte künftig den Weg auf einem Schafsweg von Coburg zum Gerätemuseum weisen. Foto: Gabi Arnold
Das "Wanderschaf Sammy" könnte künftig den Weg auf einem Schafsweg von Coburg zum Gerätemuseum weisen. Foto: Gabi Arnold
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Wie wäre es, wenn die Hochzeitsgesellschaft eigenes Brot bäckt, ein Schäferweg vom Schlossplatz in die Alte Schäferei führt oder am Theaterplatz ein bunt umstrickter Mast auf das Ensemble hinweist? Studierende der Hochschule Coburg haben pfiffige Museumskonzepte am Mittwochnachmittag vorgestellt und an den Vorsitzenden des Museumszweckverbandes, Landrat Michael Busch (SPD), überreicht.

Busch war angetan von den originellen Vorschlägen, die unter dem Titel "Versunkene Welten, verstaubte Ecken - wie Arbeit und Ordnung funktioniert " präsentiert wurden. Hannah Strauch und Julia Meier haben an dem studienübergreifenden Projekt teilgenommen. "Urban Knitting" heißt ihr Konzept, das sich mit Streetart beschäftigt und Objekte bunt umstrickt. "Man kann so Modernes mit altem Handwerk verbinden", erklärte Hannah Strauch. Zum Beispiel könnte auf dem Theaterplatz als "Eyecatcher" ein bunt umstrickter Mast auf das Gerätemuseum hinweisen. Die jungen Frauen möchten generationsübergreifend die Spinngruppe des Gerätemuseums einbinden und Teilstücke stricken. Dies, bemerkte Landrat Michael Busch, könnte auch der "Renner" bei den Coburger Designtagen werden. Begeistert zeigte sich Gudrun Zwingelberg, Mitgründerin der Spinngruppe, von der Idee. Sie holte aus dem Fundus Wolle und Nadeln hervor und legte sogleich los.


Auf einem "Schafsweg" durch die Wiesen?

Die Ideen der Studierenden reichten von Hochzeiten, die mit Führungen oder Backen verbunden werden, über ein Streuobstwiesenfest bis zur Gestaltung eines Kalenders. Nach den Ideen von Lena Geyer, Irina Gebel, Isabel Neubert, Anna Endres und Tamara Beckh wandern Besucher vom Coburger Schlossplatz auf einem "Schafsweg" durch Wiesen, Felder und Wälder zum historischen Ensemble im Coburger Land. Ein Maskottchen namens "Wanderschaf Sammy" soll den Weg zu fünf Stationen weisen; die Vermarktung soll über die Touristinformationen, die Website und Flyer erfolgen.

Landrat Michael Busch bedankte sich auch bei den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Museumsleiterin Chris Loos unterstützen. Nur so sei es möglich, mit einem geringen Budget zu arbeiten, betonte er. Er freute sich über die gelungene Kooperation mit der Coburger Hochschule. Mit dem Projekt erfülle der Landkreis seinen Bildungsauftrag, da junge Menschen in die Museumsarbeit einbezogen würden. "Wir sind eine Bildungsregion und da gehören die Museen dazu", betonte das Landkreisoberhaupt.

Der Vize-Präsident der Hochschule, Professor Eckehardt Buchholz-Schuster, sieht in der kulturellen Bildung ein hochaktuelles Thema. "Wir hoffen, dass wir Menschen aus unterschiedlichen Generationen, mit unterschiedlichen kulturellem Hintergrund zusammenführen und Brücken bauen." Prof. Birgit Enzmann sieht in dem Projekt "Der Coburger Weg", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, eine neue Perspektive, um Inhalte an die Studierenden zu vermitteln.
Michael Busch lässt nun die Konzepte auf ihre Umsetzung prüfen.


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