Coburg
Sterben

Hospiz für Erwachsene soll nach Coburg kommen

Wenn Menschen unheilbar krank sind, können nicht alle zu Hause gepflegt werden. In Franken werden nun zwei neue Hospize gebaut.
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ARCHIV - Ein Blumenstrauß mit Rosen steht im Christophorus Hospiz in München (Bayern) im Zimmer eines sterbenskranken Bewohners, der zusammengesunken auf seinem Bett sitzt, aufgenommen am 04.06.2008. In Nordbayern sollen zwei Hospize für unheilbar kranke Menschen entstehen. Foto: Tobias Hase dpa
ARCHIV - Ein Blumenstrauß mit Rosen steht im Christophorus Hospiz in München (Bayern) im Zimmer eines sterbenskranken Bewohners, der zusammengesunken auf seinem Bett sitzt, aufgenommen am 04.06.2008. In Nordbayern sollen zwei Hospize für unheilbar kranke Menschen entstehen. Foto: Tobias Hase dpa
In Nordbayern sollen zwei Hospize für unheilbar kranke Menschen entstehen - je eines für Erwachsene und eines für Kinder. Die Einrichtung für Erwachsene wird in Coburg gebaut. In der Region gibt es einen besonders hohen Bedarf, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur erläuterte. Die Planungen sind bereits weit fortgeschritten: "Wir warten nur noch auf die Baugenehmigung", sagte die Vorsitzende des Vereins "Ein Hospiz für Coburg", Helga Schadeberg.

Außerdem ist in Nordbayern ein Kinderhospiz für zwölf Kinder und Jugendliche geplant, wie die Ministeriumssprecherin ergänzte. Im Moment gibt es in ganz Bayern nur ein Hospiz für junge Patienten. In Bad Grönebach (Landkreis Unterallgäu) werden acht junge Patienten bis zu ihrem Tod gepflegt und betreut.


Schon im vergangenen Jahr sind in Bayern zwei neue Hospize entstanden: In Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) und in Niederalteich (Landkreis Deggendorf). Insgesamt gibt es in Bayern aktuell 18 stationäre Hospize mit 182 Betten.

Das sind noch immer zu wenige: Bayern ist Schlusslicht unter den Bundesländern. Während im Bundesdurchschnitt 27 Hospizplätze für je eine Million Einwohner bestehen, sind es im Freistaat gerade einmal 14, wie aus einer aktuellen Studie des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes vom Februar 2016 hervorgeht. 15 sollten es nach einer Empfehlung des Europarats jedoch mindestens sein.

"Klar ist, dass im Rahmen des weiteren Ausbaus der Hospiz- und Palliativversorgung auch noch weitere stationäre Hospizplätze geschaffen werden müssen", sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Entscheidung, ob und wo Hospize errichtet würden, liege aber bei den Krankenkassen. Für Oberbayern beispielsweise gebe es bereits konkrete Initiativen für die Errichtung weiterer Hospize, ergänzte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Ihr Ministerium unterstütze jeden Hospizplatz mit 10 000 Euro.

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