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Witzmannsberg
Saierung

Hoffnung für Freizeitzentrum Witzmannsberg

Ahorn hofft auf ausreichende finanzielle Unterstützung aus Töpfen des Freistaats, um das Freizeitzentrum in Witzmannsberg von Grund auf sanieren zu können. Eine Änderung bei den Förderrichtlinien könnte da helfen.
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Jürgen W. Heike, Martin Finzel und Susann Biedefeld begutachten das Schwimmbecken im Freizeitzentrum von Witzmannsberg. Foto: Gemeinde Ahorn
Jürgen W. Heike, Martin Finzel und Susann Biedefeld begutachten das Schwimmbecken im Freizeitzentrum von Witzmannsberg. Foto: Gemeinde Ahorn
In den vergangenen Monaten wurde weiter an der Finanzierung der Sanierung des Ahorner Freizeitzentrums gearbeitet, teilt die Gemeindeverwaltung in Ahorn mit. Schwierigster Teil sei hier die Finanzierung des Hallenbades. Die beiden Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld (SPD) und Jürgen W. Heike (CSU) verschafften sich bei einem Besuch vor Ort ein Bild vom aktuellen baulichen Zustand der Bausubstanz.
Nach Angaben der Gemeinde wurden zwar regelmäßig Sanierungsarbeiten für fünfstellige Euro-Beträge durchgeführt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die ständige Beanspruchung des Baukörpers sei aber mit einem sehr schnellen und starken Verschleiß an solchen Gebäuden zu rechnen, so die Verwaltung. Ohne die regelmäßigen Maßnahmen zum Erhalt wäre der Betrieb demnach auf diese lange Zeit gar nicht möglich gewesen.Immerhin wurde das Freizeitzentrum bereits in den 70er Jahren errichtet.
Eine umfängliche Sanierung sei nunmehr aber unumgänglich, wenn die Anlage weiter erhalten bleiben soll, heißt es seitens der Gemeinde.
Bei einer Förderung sind der Bereich der Kulturhalle - die aktuell im Zuge der Städtebauförderung qualifiziert wird - und des Hallenbads als Lehrschwimmbecken zu unterscheiden, so die Sicht der Kommune. Teuer sei vor allem die gesamte Technik, die Behebung der Beckensenkung und der Sanitärbereich, erklärte Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) den Abgeordneten.
Gefördert wird die Sanierung nur bis zu einer Höchstgrenze, dem so genannten Kostenrichtwert. Aktuell wird diese seit Jahren unveränderte Deckelung überprüft. Dazu führt das Finanzministerium seit Monaten Erhebungen in allen sieben Regierungsbezirken in Bayern und drei betroffenen Ministerien durch, um die tatsächlichen Kosten der Baumaßnahmen der vergangenen Jahre zu ermitteln.
Zum Herbst ist mit einer abschließenden Überprüfung zu rechnen. Beide Landtagsabgeordneten sehen eine Anpassung dieser Höchstgrenze für dringend gegeben an, da die Anforderungen an Technik, Wärmerückgewinnung, Dämmstandards und dergleichen ebenso wie die Baukosten immer weiter gestiegen sind, ohne bisher jedoch die Fördergrenzen entsprechend anzupassen. Schwierig sei, dass man in Ahorn erst auf den Abschluss dieser Regelung warten muss, ehe Förderanträge eingereicht werden und die Sanierung in Angriff genommen werden kann.
Im Bereich des Fördersatzes sind unterdessen erste Erfolge zu verzeichnen. So konnte die Gemeinde den zunächst bei gut 30 Prozent angesetzten Fördersatz in Gesprächen bei der Regierung von Oberfranken und mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld und Jürgen W. Heike auf jetzt bis zu 50 Prozent anheben. Eine mögliche Erhöhung der Kostenhöchstgrenze, die bezuschusst werden kann, um 800 000 Euro, würde für die Gemeinde nach ihren Berechnungen eine um 400 000 Euro höhere Förderung bedeuten als zu den jetzt geltenden Bedingungen. Geld, das die Gemeinde Ahorn für eine Gesamtfinanzierung dringend benötigt.
Ziel aller Beteiligten ist nach wie vor, trotz vieler anderer Stimmen in der Bevölkerung wie die Verwaltung weiß, die Sanierung der Anlage. Allerdings nur bei einer Finanzierung, die von der Gemeinde Ahorn auch zu schultern ist und nicht zu einem finanziellen Fiasko der Kommunalfinanzen führt.
Zusammenfassend sind die erhöhten Fördersätze von 50 Prozent und die aktuell laufende Überprüfung mit einer potenziellen Erhöhung der bisher gedeckelten Förderung - vielversprechende Signale für eine mögliche Sanierung des Freizeitzentrums, meint Finzel. red

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