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Herreth
Brandschutz

Herrether Feuerwehr ist schnell da und reagiert richtig

Als im vergangenen Jahr der Gasthof "Stirnweiß" brannte, waren die 13 Herrether die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Was sie dabei geleistet haben, nötigt auch heute noch Kreisbrandrat Manfred Lorenz großen Respekt ab.
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Großeinsatz: Beim Brand des Gasthofes "Stirnweiß" im Herbst vergangenen Jahres war es der schnellen Ersthilfe der Herrether Feuerwehr um Kommandant Norbert Köhler zu verdanken, dass schnell und effektiv gelöscht werden konnte. Fotos: Michael Stelzner
Großeinsatz: Beim Brand des Gasthofes "Stirnweiß" im Herbst vergangenen Jahres war es der schnellen Ersthilfe der Herrether Feuerwehr um Kommandant Norbert Köhler zu verdanken, dass schnell und effektiv gelöscht werden konnte. Fotos: Michael Stelzner
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Nicht nur die großen Feuerwehren mit modernen Fahrzeugen und ausgefeilter Technik haben ihren Reiz und ihre Stärke. Auch kleine Feuerwehren wie die in Herreth werden gebraucht.

Gleich zweimal haben die 33 Aktiven, darunter sind sechs Frauen, im vergangenen Jahr ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt.

Als im Gasthaus Stirnweiß an einem Werktag zur Mittagszeit ein Brand ausbrach, war die Feuerwehr kurz nach dem Sirenenalarm mit 13 Aktiven vor Ort und nahm die erste Brandbekämpfung vor. "Wir haben das Glück, dass wir in unserer Wehr sehr viele Landwirte haben, die fast zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar sind", sagt der Kommandant Norbert Köhler.

Weil sie schnell vor Ort waren, konnten die Einsatzkräfte auch eine wichtige Lagemeldung an die Integrierte Leitstelle abgeben.
Diese war die Grundlage für die weitere Alarmierung, bei der weitere 13 Feuerwehren - auch aus dem benachbarten Landkreis Lichtenfels - nach Herreth geschickt wurden. "Vor allem mit dem schwarzen Rauch, der von der Dachisolierung kam, hatten wir zu kämpfen.

Da waren die großen Wehren mit ihrem Atemschutz gefragt", erinnert sich Feuerwehrmann Gerald Oehrl. Zusätzliche Schlagzeilen machten die Einsatzkräfte, weil es ihnen gelang, den Hund des Besitzers aus dem brennenden Haus zu retten.


Einen ganzen Tag im Dienst

Der Verlauf der Löscharbeiten beim "Stirnweiß"-Brand ist für Kreisbrandrat Manfred Lorenz auch heute noch ein gutes Beispiel für das, was Zusammenhalt in einer kleinen Ortschaft ausmachen kann. 105 Einwohner Leben in Herreth, da war es selbstverständlich, dass die Bewohner die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahmen. "Die Nachbarn haben Broten geschmiert, Kaffee und Tee gekocht", erinnert sich Norbert Köhler. Über 24 Stunden war die Mannschaft der Herrether Feuerwehr vor Ort, weil immer wieder Nachlöscharbeiten notwendig waren.

Der gute Ausbildungsstand der Feuerwehr Herreth kommt nicht von ungefähr. Regelmäßig treffen sich die Aktiven zu Übungen und Schulungen - meistens einmal im Monat. Mit der Übungsbeteiligung seiner Truppe ist der Kommandant Norbert Köhler sehr zufrieden.

Besonders stolz ist der Kommandant auf die Altersstruktur: Von 18 bis 60 Jahren reicht das Alter der Aktiven. "Aber auch wir haben Nachwuchssorgen", sagt der stellvertretende Kommandant, Marco Oehrl. Immerhin sind vier Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Itzgrund aktiv. Sie werden, sobald es möglich ist, die Wehr verstärken.

Neben dem wichtigen Feuerwehrdienst engagieren sich die Mitglieder auch im Dörflichen leben und unterstützen die anderen Ortsvereine bei ihren Veranstaltungen. Das Weinfest sowie das Schlachtfest am Himmelfahrtstag sind im südlichen Landkreis bekannte Veranstaltungen.

Erst vergangene Woche, zur Kirchweih, putzte die Feuerwehr zusammen mit den anderen Ortsvereinen den gesamten Ort heraus. "Bei uns im Ort helfen alle zusammen", berichtete der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Eduard Müller.

Derzeit verwirklicht die Feuerwehr mit großer Eigenleistung ein Wunschprojekt: ein neues Feuerwehrhaus mitten im Ort. Dort soll künftig das gut 20 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug - ein Mercedes, der früher als Krankenwagen im Einsatz war - untergebracht werden. "Das alte Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr den Anforderungen", begründet Norbert Köhler den Neubau.


Eigenleistung ist kein Problem

Den Rohbau hat die Herrether Feuerwehr schon fertiggestellt, jetzt kommt der Innenausbau dran. Das ehrgeizige Ziel: 90 Prozent der Arbeiten will die Feuerwehr in Eigenleistung ausführen.

Das Potenzial dafür ist da, berichtet der Kommandant nicht ohne Stolz: "Wir haben für fast alle Gewerke einen geeigneten Handwerker in unserer Feuerwehr." Fertig sein soll das neue Gebäude im Laufe des kommenden Jahres.

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