Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der bayerischen Industrie- und Handelskammern trafen sich mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der Staatskanzlei zu einem wirtschaftspolitischen Gedankenaustausch. Neben dem Ministerpräsidenten nahmen am Gespräch auch die Ressortminister Martin Zeil (FDP, Wirtschaft), Ludwig Spaenle (CSU, Kultus) und Christine Haderthauer (CSU, Arbeit und Soziales) teil.

In der Diskussion um den ländlichen Raum appellierte der Coburger IHK-Präsident Friedrich Herdan an die Politik, von diesem Begriff Abstand zu nehmen. Coburg sei eine Region mit hoher Industriedichte und Lebensqualität. Der Begriff "ländlicher Raum" sei dagegen negativ besetzt. Und das mache es den heimischen Betrieben oft schwer, Fachkräfte zu akquirieren. In diesem Zusammenhang forderte Herdan die Landespolitiker auf, stärker in "Clustern" zu denken, das heißt: in regionalen Wertschöpfungszusammenhängen.

Bei Kultusminister Ludwig Spaenle bedankten sich die Coburger IHK-Vertreter nochmals für die Einrichtung einer Technikerschule ab dem Schuljahr 2012/2013. Auf Wirken der IHK zu Coburg mit Unterstützung des Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike (CSU) wird diese im Schwerpunkt Maschinenbautechnik unterrichten.
Im zweiten Jahr wird diese Schule je nach Bedarf der Wirtschaft und Nachfrage der Schüler unter anderem verschiedene Lerninhalte der Fahrzeugtechnik und der regenerativen Energie vertiefen.