Coburg
Renommee

Hartes Training machte sich für den "Coburger Mohr" bezahlt

Dass Coburg stolz auf sein Aushängeschild "Coburger Mohr" ist, zeigte sich erneut beim Dankabend.
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Jugendmariechen Kristin Kenner erhielt den "Strahlepokal". Foto: CT-Archiv
Jugendmariechen Kristin Kenner erhielt den "Strahlepokal". Foto: CT-Archiv
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Von einer sehr harten, aber erfolgreichen Session der Tänzerinnen der Tanzsportgarde "Coburger Mohr" sprach Präsident Matthias Schikora bei der Dankeschönveranstaltung. Wieder einmal hätten die Aktiven deutlich gemacht, dass sie zu den Besten in ganz Deutschland gehören.

250 Gäste und eine tolle Stimmung bei der Veranstaltung in der Turnhalle des TSV Scheuerfeld zeigten, dass der "Coburger Mohr" eine eingeschworene Gemeinschaft ist, bei der Tänzerinnen, Trainerinnen, Betreuer, Komitee, Eltern und das gesamte Management wie die Zahnräder eines Getriebes ineinandergreifen und die Grundlage der bereits jahrzehntelangen Erfolge bilden. Dank sagte Schikora auch den Hauptsponsoren der Sparkasse Coburg - Lichtenfels, Gasthof und Klößerei "Lindenhof", Edeka Wagner sowie vielen Unterstützern, ohne die der Verein nicht in dieser Form existieren könne.

In Veitshöchheim bundesweit bekannt geworden

"Für mich seid ihr immer die Sieger gewesen, auch wenn ihr es diesmal bei der Deutschen nicht aufs Treppchen geschafft habt", würdigte der zukünftige Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD). Die Stadt sei stolz auf ihr Aushängeschild Tanzsportgarde "Coburger Mohr" mit ihren sportlichen Höchstleistungen, und für viele sei es eine große Freude, wenn die Königsgarde bei einer so öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung wie der Fernseh-Faschingssitzung in Veitshöchheim den Namen Coburgs in der ganzen Bundesrepublik bekannt mache. "Beim Gardetanz merkt man keinen demografischen Wandel, sondern er hat nach wie vor großen Zulauf. Er vermittelt das Streben nach Höchstleistungen, Ästhetik, Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz", betonte Tessmer und lobte alle, auch hinter den Kulissen, die sich dafür einbringen.

Im Namen des Fastnacht-Verbandes Franken gratulierte dessen oberfränkischer Bezirkspräsident Marco Anderlik zu den Erfolgen. Die Ergebnisse bei der Süddeutschen und Deutschen Meisterschaft hätten wieder eindeutig bewiesen, dass der "Coburger Mohr" zu Deutschlands Spitzengarden zählt. Diese Erfolge kämen nicht von ungefähr, sondern seien das Ergebnis konsequenter Fleißarbeit, des guten Händchens und der Führung der Trainerinnen Ramona und Dominique Schulz sowie des gesamten Teams. "Mein Respekt gilt allen, die zum Erfolg beitragen: den Aktiven, wenn's manchmal auch knirscht und weh tut, und der Weitsicht der Vereinsführung, die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen", erklärte Anderlik.

Die wohl emotionalste Saison für die Königsgarde

Viel vorgenommen hatte man sich bei der Jugendgarde, erinnerte Ramona Scholz bei ihrem sportlichen Jahresrückblick. Leider sei nicht alles gelaufen wie geplant, aber die Mädchen hätten eine tolle Saison getanzt. Als spitzenmäßig bezeichnete die Trainerin den diesjährigen Weg der Juniorinnen. Die wohl emotionalste Saison habe die Königsgarde erlebt, verbunden mit viel Verletzungspech und daraus immer wieder notwendig werdenden Umstellungen der Choreografie durch Trainerin Dominique Scholz.

"Nicht selten lagen die Nerven dabei blank", gestand Ramona Scholz. "Für mich seid ihr die Mannschaft des Jahres", resümierte sie.

Beste Präsenz habe in der Session der "Coburger Mohr" mit neun aktiven Tanzmariechen gezeigt, so vielen wie noch nie zuvor. 16 Mädchen tanzten in der Purzelgarde, die heuer mit vielen Auftritten begeistern konnte.
Nächstes Jahr sind die Coburger in Bayreuth Ausrichter der Süddeutschen Meisterschaft und haben das Ziel, mit allen Garden und vielleicht auch im Schautanz bei der Deutschen Meisterschaft in Köln 2015 mit Erfolg dabei zu sein. Bei der Jugend sind in der kommenden Session mehr als 30, bei den Junioren über 35 und bei der Königsgrade 20 Tänzerinnen dabei, kündigte die Trainerin an.

Es gehört zur Tradition, zum Abschlussabend hervorragende Leistungen zu würdigen. Geehrt wurden mit der "Goldenen Rose" (technisch beste Tänzerin) Keasha Jackson (Jugend), Ina Ziets (Junioren) und Esra Harmandaroglu (Königsgarde). Den "Strahlepokal" (beste Ausstrahlung beim Tanzen) erhielten Kristin Kenner (Jugend), Roxana Reuss (Junioren), Kathrin Reinhardt (Königsgarde). Das Bratwurstmännle für besondere Verdienste ging an Heike Zapf von der Königsgarde. Der Verein ehrte außerdem Lea Kim (Schautanz Jugend), Leoni Greif (Schautanz Junioren) und Tanzmariechen Natalie Gebert, die sich nach zwei Jahren Pause mit einem 3. Platz bei der Oberfränkischen Meisterschaft zurückgemeldet hat.
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