Coburg
Public Viewing

Handball-Nationalmannschaft sorgt auch in Coburg für einen wahren Freudentaumel

Was für eine Stimmung. Die Begeisterung über die deutsche Handball-Nationalmannschaft kannte auch in Coburg keine Grenzen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Schon beim Halbfinale gegen Norwegen herrschte am Freitagabend ausgelassene Stimmung bei den Fans und Spielern des HSC 2000 Coburg ( von rechts): Mike Brasseleur, Tomas Riha, Markus Hagelin (mit roter Mütze), Roman Kirveliavicius, Matthias Gerlich (stehend) sowie Florian Billek (vorne sitzend) und dahinter leicht verdeckt Sebastian Kirchner. Foto: Dominic Buckreus
Schon beim Halbfinale gegen Norwegen herrschte am Freitagabend ausgelassene Stimmung bei den Fans und Spielern des HSC 2000 Coburg ( von rechts): Mike Brasseleur, Tomas Riha, Markus Hagelin (mit roter Mütze), Roman Kirveliavicius, Matthias Gerlich (stehend) sowie Florian Billek (vorne sitzend) und dahinter leicht verdeckt Sebastian Kirchner. Foto: Dominic Buckreus
+1 Bild
Gestern Abend während des furiosen Finales gegen Spanien und schon am Freitag beim Halbfinale gegen Norwegen wurde in der Innenstadt beim Public Viewing kräftig mitgefiebert und gezittert.
"We are the Champions" sangen die Fans im Coburger Steinweg nach dem klaren Sieg gegen Spanien. Und die Feierlichkeiten waren voll im Gang. Zuvor war die Spannung spürbar zu greifen bis zum Schluss. Beim Public Viewing war die Wohnzimmer-Bar im Steinweg bis auf den letzten Platz gefüllt. Vor dem Spiel mischt sich die Skepsis noch mit Zuversicht: "Was soll ich sagen? Außer, dass wir auf jeden Fall gewinnen werden," war sich der Besitzer der Kneipe, Nima Khorsandi aber sicher.
Und er sollte Recht behalten. Die Stimmung am Sonntag kurz nach 19 Uhr war überragend. Alle lagen sich in den Armen und feierten diesen Sensationstitel.
"Dass es so klar wird, das hätte ich nicht gedacht", meinte einer der vielen selbst ernannten Handball-Experten. "So ein Tag, so wunderschön wie heute", war plötzlich vor der Tür zu hören. Und wenig später sogar ein zartes Hupkonzert beim ehemaligen "Simpl".
Dass das Finale tatsächlich so einfach werden würde, konnten die Fans immer noch nicht fassen, doch letztlich waren sich alle einig: "Heute hätten wir mit dieser Abwehr jede Mannschaft der Welt geschlagen".
Die vornehmlich jungen Gäste saßen recht entspannt mit einem gemütlichen Bier auf dem Tisch vor der Leinwand. Schon am Freitag kamen Emotionen auf, als die deutsche Nationalmannschaft den Krimi gegen Norwegen gewann.
Natürlich dürfen bei diesem Ereignis die heimischen Handballer des HSC Coburg nicht fehlen. Mike Brasseleur findet, dass Deutschland sehr gut spielt, vor allem in der Offensive. Lediglich die Verteidigung bereitete ihm im Halbfinale Sorgen: "Wir brauchen eine bessere Defensive, um das Spiel zu gewinnen," bemerkte er zur Pause.
Dass dies letztendlich klappt, dessen war sich der Franzose aber sicher. Da die Norweger das Team seines Heimatlandes zuvor besiegt hatten, drückte er der deutschen Mannschaft umso mehr die Daumen.
In der zweiten Halbzeit vergab das Nationalteam zunehmend beste Chancen gegen Norwegen. "Das kann doch nicht wahr sein," hört man es im Hintergrund immer öfter rufen.
Die Dramatik wurde unter den Gästen immer spürbarer. Der erste große Jubel bricht dann aus, als Deutschland kurz vor Schluss den Ausgleich zum 27:27 markiert und sich somit in die Verlängerung rettete. Das Wechselbad der Gefühle zwischen Bangen und Hoffen hatte schließlich ein Happyend. ct/db
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren