Coburg
DKB HANDBALL-BUNDESLIGA

HSC will die Außenseiter-Rolle genießen

Auch bei den Füchsen Berlin hat der HSC 2000 Coburg nichts zu verlieren. Der Clubweltmeister ist am 2. Weihnachtsfeiertag klarer Favorit.
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Mit einem großen Transparent verabschiedeten sich die Spieler, "Vestus" und HSC-Trainer Jan Gorr am Mittwochabend von ihren treuen Fans in der HUK-Coburg Arena. Foto: Uwe Gick
Mit einem großen Transparent verabschiedeten sich die Spieler, "Vestus" und HSC-Trainer Jan Gorr am Mittwochabend von ihren treuen Fans in der HUK-Coburg Arena. Foto: Uwe Gick
Jedes Team sehnt die Winterpause herbei, ganz besonders der HSC 2000 Coburg nach den verletzungsbedingten Rückschlägen der Vorrunde. Doch noch einmal heißt es für Büdel, Kelm und Co. die Zähne zusammenbeißen, einem übermächtigem Gegner Paroli bieten.
Dass sie das können, hat auch das Hinspiel gegen den Clubweltmeister Füchse Berlin gezeigt. Da haben sie lange mitgehalten, waren beim 19:20 noch in Schlagdistanz um dann doch mit 23:29 zu verlieren.
Es waren damals oft die einfachen Tore aus dem Rückraum, besonders von Steffen Fäth, die den HSC auf die Verliererstraße warf. Jan Gorr wird noch einmal versuchen, sein Team auf die Stärken des Gegners einzustellen, auch wenn deren Akku bereits im roten Bereich ist.
Und nicht nur das: "Die Verletzung von Stefan Lex hat sich als massive Innenbandgeschichte herausgestellt, was eine mehrwöchige Pause zur Folge hat", musste ein ernüchterter Coburger Coach Jan Gorr zur Kenntnis nehmen. Hinzu kommt, dass sich der grippale Infekt von Adnan Harmandic verstärkt hat und dessen Einsatz ebenfalls auf der Kippe steht.
Ein Auftakt in die zweite Halbserie, so wie vor knapp vier Monaten in Melsungen in die erste, erscheint aufgrund der personellen Voraussetzungen utopisch. "Aber es macht schon einen Unterschied ob Heim- oder Auswärtsspiel", relativiert Gorr. "Außerdem hat im Hinspiel Petar Nenadic gefehlt. Er ist oft der auffälligste Berliner, Dreh- und Angelpunkt seines Teams."
Acht Treffer hat der Berliner Mittelspieler nach seinem erkältungsbedingten Ausfall in Flensburg zuletzt gegen Göppingen erzielt. Gorr sieht zudem noch einen anderen "Taktgeber". "Das ist Paul Drux mit seiner unglaublichen Physis, der unheimlich gut im Spiel Eins gegen Eins agiert. Den müssen wir genauso auf dem Zettel haben."
Dieser Zettel von Gorr wird auch diesmal wieder sehr lang sein um seinem Team Stärken, aber eben auch die Schwächen des Gegners nahe zu bringen. Die haben personell kritische Phasen bisher gut überstanden.
Wie auch der HSC waren die Füchse in der Saison schon des Öfteren gezwungen, mit einem Rechtshänder oder ihrem Rechtsaußen auf der rechten Rückraumposition zu spielen.
Aber deren Background ist reichhaltiger bestückt als der des HSC. Gorr: "Wenn bis Montag nicht noch etwas passiert werden wir mit einem auf zwölf oder 13 Mann reduzierten Kader in Berlin auflaufen". Einen Spieler aus der zweiten Mannschaft wird er nicht mitnehmen.
"Das Spiel ist sicherlich einer der Höhepunkte, zeigt auch ganz speziell, dass wir eben in dieser 1. Liga zu Hause sind", so Gorr. Insoweit sollte das Team den Auftritt in der Max-Schmeling-Halle ein bisschen als nachträgliches Weihnachtsgeschenk genießen, unabhängig vom sportlichen Erfolg. Danach verabschiedet es sich in eine wohlverdiente zweiwöchige Trainingspause und damit aus ihrem Erfolgsjahr 2016.

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