Coburg

Gymnasiasten begeistern in der Coburger Hochschule

Das traditionelle Weihnachtskonzert des Gymnasiums Albertinum mit Chören, Ensembles und Orchestern fand diesmal in der Aula der Hochschule Coburg statt, die zwar dem Ansturm der Zuhörer nicht gewachsen war, aber durch ihr geschmackvolles Ambiente trotzdem mehr als eine Notlösung darstellte.
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Chöre und Instrumentalisten des Gymnasiums Albertinum beeindruckten bei ihrem Weihnachtskonzert in der Aula der Hochschuel Coburg.Foto: Albert Höchstädter
Chöre und Instrumentalisten des Gymnasiums Albertinum beeindruckten bei ihrem Weihnachtskonzert in der Aula der Hochschuel Coburg.Foto: Albert Höchstädter
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Festlich begann das mit Streichern und Holzbläsern besetzte sinfonische Orchester unter Martin Bram mit vier raschen Sätzen aus der "Wassermusik" von Georg Friedrich Händel, die es rhythmisch präzise und intonationsrein darbot.

Exakt bewältigten die fünf Spieler eines Gitarrenensembles unter Matthias Rother die zwei synkopenreichen Stücke "Farewell" und "Catwalk". Drei rassige südamerikanische Tangos hatte die achtköpfige Gruppe AlberTango unter Dietmar Engels einstudiert und brachte sie klangvoll mit tänzerischem Schwung zum Vortrag.


Hübsche Stimmen

Frisch und sauber erklangen danach die von Annerose Röder geschulten Stimmen des Unterstufenchors, zuverlässig begleitet von Streichern, Flöten und Gitarre des sinfonischen Orchesters mit drei Weihnachtsliedern.
Bei der "Herbergsuche" gefielen die hübschen Stimmen von Julia Rogge (Maria) und Jakob Laatz (Josef). "In dulci jubilo" erklang a cappella im anspruchsvollen Satz von Rudolf Klein, "Hört der Engel helle Lieder" richtig jubilierend unter der anfeuernden Gestik der Dirigentin.


Auswendig gesungen

Gepflegte Chorkultur a cappella und auswendig dargeboten bot nach der Pause der stark besetzte Mittel- und Oberstufenchor unter Uwe Friedrich. Mit dem feierlichen "Alta Trinitá beata" singend einziehend, begeisterte der Chor mit homogenen, stimmungsvoll oder beschwingt gesungenen Liedern aus Europa und den USA.


Eindrucksvolle Klangfülle

Mit dem Spiritual "Good News" verließ der Chor auch wieder singend die Bühne. Den Abschluss des in diesem Jahr zeitlich nicht so ausufernden Konzerts bestritt das ebenfalls sehr stark besetzte sinfonische Blasorchester unter Marco Plitzner mit eindrucksvoller Klangfülle, abgerundet und swingend.


"Die Winterrose"

Zunächst erklang ein traditioneller Weihnachts-Zyklus "Die Winterrose" von Kurt Gäble, zu deren einzelnen Abschnitten Stephanie Kruppa-Thurisch besinnliche Texte las. Das Orchester brachte dann noch "Merry Christmas Everyone" von mit einem temperamentvollen Gesangssolo von Clara Sophie Freitag, "Feliz Navidad" von Jose Feliciano und das Weihnachts-Medley "Happy Christmas" geschlossen zum Erklingen. Die "Zugabe"-Rufe nach anhaltendem Beifall wurden dann noch vom Orchester mit dem märchenhaft verträumten "Drei Nüsse für Aschenbrödel" erfüllt.

Das Gymnasium Albertinum bewies mit diesem Konzert wieder einmal die Breite seiner Musikerziehung und die Vielfalt seiner Talente, die zu Recht mit viel Beifall bedacht wurden.

Vielleicht lernen es die Zuhörer - in der Mehrzahl Eltern der musizierenden Kinder - mit der Zeit auch noch, dass man nicht nach jedem Satz einer Sinfonie oder Suite applaudiert.

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