Coburg
Spatenstich

Güterbahnhof Coburg: Ros macht den Anfang

Es geht los auf dem Güterbahnhofsgelände: Die Firma Ros baut eine neue Produktionshalle auf dem Max-Carl-Gelände.
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Baustellenbesichtigung: Die Arbeiten auf dem früheren Max-Carl-Gelände sind schon in vollem Gange. Foto: Simone Bastian
Baustellenbesichtigung: Die Arbeiten auf dem früheren Max-Carl-Gelände sind schon in vollem Gange. Foto: Simone Bastian
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Damit haben die Umbauarbeiten auf dem ehemaligen Gelände des Sanitärgroßhandels Max Carl begonnen. Das Areal mit rund 45 000 Quadratmetern hatte ROS seit 2013 sukzessive von der Coburger Immobiliengesellschaft WGC und der Deutschen Bahn erworben.

"Das künftige Werk ist auf Wachstum ausgelegt", betont ROS-Geschäftsführer Steffen Tetzlaff . Das Max-Carl-Gelände biete eine langfristige Perspektive für Kapazitätserweiterungen am Firmensitz in Coburg. Das sei am gegenwärtigen Standort in der Bamberger Straße, wo 1926 das Presswerk Ros gegründet wurde, nicht möglich. Die in fünf Bauabschnitten von 1930 bis 1987 schrittweise erweiterten Produktionsflächen entsprechen laut Tetzlaff nicht mehr heutigen Erfordernissen.

Mit dem Umzug auf das Max-Carl-Gelände wird sich die derzeit in der Bamberger Straße verfügbare Fläche für Produktion, Montage und Werkzeugbau von 3100 auf zunächst 3800 Quadratmeter vergrößern, teilte das Unternehmen mit. Die vorhandene Halle des Sanitärgroßhandels wird dabei erheblich umgebaut und erweitert.
Zusätzlich erwarb Ros jüngst von der Deutschen Bahn ein rund 5.000 Quadratmeter großes Grundstück auf der Westseite des Max-Carl-Gebäudes. Es soll laut ROS Geschäftsführer Steffen Tetzlaff sowohl künftige Kapazitätserweiterungen sichern als auch Spielraum für die Gestaltung der Zufahrt zur neuen ROS-Produktionsstätte eröffnen.

Ein Umzug ist frühestens für das erste Quartal 2018 geplant. Dass Ros am Standort Coburg bleibt, hat auch damit zu tun, dass das Unternehmen seine Arbeitskräfte halten will. Denn Redwitz an der Rodach stand als neuer Standort zur Debatte. Aber das hätte für viele Beschäftigte einen längeren Weg zur Arbeit bedeutet. Das, die vorhandene Infrastruktur in Coburg und die "über Jahrzehnte gute Zusammenarbeit mit den Behörden" hätten aber den Ausschlag für Coburg gegeben, erklärte Tetzlaff. Das jetzige Ros-Areal mit einer Gesamtfläche von rund 11 000 Quadratmetern an der Bamberger Straße soll nach dem Umzug verkauft werden.


Familienunternehmen ROS

Das Familienunternehmen ROS wurde 1926 als "Presswerk Ros" durch den Ingenieur Hermann Ros gegründet. 1996 wurde das Werk im thüringischen Ummerstadt eröffnet. Die rund 300 Beschäftigte zählende ROS GmbH & Co. KG entwickelt und fertigt mit eigenem Werkzeugbau hochpräzise Werkzeuge für die Verarbeitung der Kunststoffe Duroplast und Thermoplast, woraus Funktions- und Sichtteile entstehen.
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