Coburg
Volleyball

"GreenEnergyVolleys Coburg" spielen künftig in der 2. Bundesliga

Neustart in Coburg - es bleibt Grün. Aus VSG wird "GreenEnergyVolleys Coburg". Volker Jeziorski ist neuer Geschäftsführer - Itamar Stein bleibt Trainer.
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Volker Jeziorski, ehemalige Marketingleiter der VR-Bank Coburg und jetzt selbstständige Unternehmer, hat als neuer Geschäftsführer der "GreenEnergyVolleys Coburg" bereits erste Weichen gestellt. Foto: privat
Volker Jeziorski, ehemalige Marketingleiter der VR-Bank Coburg und jetzt selbstständige Unternehmer, hat als neuer Geschäftsführer der "GreenEnergyVolleys Coburg" bereits erste Weichen gestellt. Foto: privat
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Viele Volleyballbegeisterte in der Region, von den Fans bis hin zu den Sponsoren, umtreibt die Frage, wie es mit dem Spitzensport Volleyball in Coburg weiter geht. Spannung und Sorge teilen sich die gefühlte Spannung, wenn es um die Insolvenz der VSG-GmbH geht. Verständlich, wurde doch in der Vestestadt etwas bewegt, was an Begeisterung in Volleyball-Deutschland spürbar war. Und das soll nun vorbei sein? "Definitiv Nein" - sagt der neue Geschäftsführer.

Diese Funktion übernimmt Volker Jeziorski. Der ehemalige Marketingleiter der VR-Bank Coburg und jetzt selbstständige Unternehmer hat schon erste Weichen gestellt. Als geschäftsführender Gesellschafter ist ihm klar: "Für Wunder muss man beten, für Veränderungen und Erfolg aber hart arbeiten". Das sei nicht seine Erfindung, aber der Spruch passe zur aktuellen Situation "des Ärmel-hoch-Krempelns in demütiger Begeisterung auf den vielen Baustellen, die es zu bearbeiten gilt."


Neugründung mit neuer Struktur

Jeziorski zeigt sich kämpferisch: "Wenn man hinfällt, dann darf man nicht liegen bleiben. Weder Fans, der Sport noch die Sponsoren haben das verdient. Aufstehen mit Bedacht. Solide und überlegt. Nicht zu schnell und übereilt - auch wenn die Zeit einem schon wieder im Nacken sitzt. So oder ähnlich schreibt das Leben die Gesetze bei Niederlagen, die man überwinden will. Und wir wollen".

Eine Gruppe von volleyballbegeisterten Unternehmern und Privatpersonen hätten nun den Neustadt in die Hand genommen. Es wurde eine neue GmbH gegründet und mit den notwendigen rechtlichen Grundlagen bedacht. In der Gründungsversammlung der GmbH seien sich alle Beteiligten einig gewesen, dass man zusammen und mit allen Freunden und Unterstützern wieder etwas Großes schaffen kann und wird. Der Grundvoraussetzungen seien geschaffen.


Geschäftsführer übernimmt

Einig war man sich, diesen Tiefschlag für die VSG als Chance für den Volleyballsport zu begreifen. Aus den Fehlern zu lernen und sofort mit dem Aufbau in professioneller Art zu investieren. In neue Strukturen und einen Neustart. Hierzu gehörte eben auch, dass ab sofort ein Geschäftsführer bestellt wurde.

Viele Gespräche und die persönlichen Kontakte zu allen Sponsoren und die schrittweise Neuausrichtung mit neu zu schaffenden Grundlagen und Verträgen, sieht Volker Jeziorski als vordringlich in den kommenden Tagen und drei Wochen an.

Die Lizensierung für die 2. Bundesliga steht nämlich bereits für Anfang Mai an. Bei den vielen Gesprächen will der Geschäftsführer auch erklären, für was der neue Name, das neue Logo und die neuen Strukturen stehen. Die "GreenEnergyVolleys Coburg" würden den Volleyball in Coburg ein bekanntes aber auch neues Gesicht geben. Die Änderungen waren aufgrund der Geschehnisse in den letzten Wochen unumgänglich.

Neben dem Geschäftsführer stehen bereits ein Sportdirektor sowie ein Cheftrainer fest. Letzterer - und das sei ein Glücksfall für die Region - wird Itamar Stein sein. Gefragt zum Neustart, der auch mit dem alten und neuen Übungsleiter besprochen wurde, meint er:

"Die Fans sind der wichtigste Grund, warum ich in Coburg bleiben und einen neuen Start mitvollziehen will. Ich habe große Motivation, den Verein zurück zu den schönen Zeiten zu bringen. Ich habe großes Vertrauen in das neue Projekt und ich glaube an das Management und die Sponsoren. Jetzt bin ich auf den Aufbau eines starken Teams für die nächste Saison konzentriert und sehe das als meine wichtigste Aufgabe."

Für Jeziorski steht aber eines ganz klar fest: "Man kann nur dann die nötigen Schritte auf einen steinigen Weg gehen, wenn die Schuhe vorhanden und bezahlt sind sowie der Weg im Risiko begehbar ist".


Zuversicht ist Energie

Für die Möglichkeit des Neustartes sind die neuen Verantwortlichen der Coburger Turnerschaft und den dort handelnden Personen sehr dankbar, dass diese als Lizenzinhaber dabei sind. Auch die zukünftige Geschäftsstelle wird in deren Räumlichkeiten sein. Aus Tradition und dem sportlichen Erfolg und der daran vielen Beteiligten in der Vergangenheit, wird die Farbe Grün fortgeschrieben. Dazu noch einmal Jeziorski: "Gleichzeitig steht die Farbe des Vereines für das Leben, die Hoffnung, für Tradition und Beständigkeit in der Zukunft. Energie aus der Region bündeln und die Power der Mannschaft, der Fans, der Unterstützer und Sponsoren an die Volleyballwelt, an die Sportwelt zu senden und für Impulse in der mittelfristigen Zukunft wieder abzugeben - das sind GreenEnergyVolleys aus Coburg".


Erstes Treffen - große Resonanz

Überzeugung aller Gesellschafter ist es, dass ein erfolgreicher Volleyball in der Region nur mit dem Zusammenhalt aller Volleyballer aus der Region leben wird. Die GreenEnergyVolleys Coburg GmbH stehe für einen soliden Start. Mit den vielen Helfern und Fans sollte der Neuanfang gelingen.

Ein erstes Helfertreffen hatte eine enorme Resonanz und der erste offizielle Termin beim Fanclub am Samstag zeigte schon die Chance für etwas Neues. Die GreenEnergyVolleys Coburg haben nach den Worten ihres Geschäftsführers die Botschaften der letzten Wochen verstanden und begriffen: "Lernen aus den Fehlern und hart arbeiten. 2. Bundesliga - wir kommen". ct
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