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Weitramsdorf
Schäden

Gemeinde Weitramsdorf muss Straße "Am Greinberg" sanieren

Der Gemeinderat diskutierte darüber, ob die Verkehrssicherheit der Straße "Am Greinberg" noch gewährleistet ist. Eine Expertin des TÜV monierte, dass der Abschnitt nicht frostsicher ist.
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Die Straße Am Greinberg ist nur noch ein Flickwerk. Foto: Rainer Lutz
Die Straße Am Greinberg ist nur noch ein Flickwerk. Foto: Rainer Lutz
Die Straße "Am Greinberg" ist in einem so desolaten Zustand, dass sie im Vollausbau erneuert werden sollte. Diese Empfehlung ergab das Straßenzustands-Gutachten, das Barbara Koch vom TÜV Rheinland dem Weitramsdorfer Gemeinderat am Montagabend präsentierte.

Schon bei der visuellen Betrachtung des Ist-Zustands der Straße hatten die Prüfer neben Unebenheiten und Rissen auch Spurrinnen, Flickstellen und Oberflächenschäden festgestellt. Mit Ausnahme des ersten, als "mittelmäßig" eingestuften Abschnitts wurde der Gesamtzustand der Straße als "sehr schlecht" beurteilt, die Sanierung als vordringlich bis überfällig. Mit je zwei Asphalt- und Rammkern-Bohrungen untersuchte der TÜV dann neben der Asphaltdecke auch den Frostschutz. Koch fest, die Anforderungen seien nicht erfüllt. "Laut Richtlinie muss ein frostsicherer Aufbau erstellt werden", teilte sie den Gemeinderäten mit.
Selbst wenn sie von den geringsten Belastung ausgehe und die Straße als "Wohnweg" oder "Wohnstraße" einstufe, müsste die Gesamtdicke für einen frostsicheren Aufbau zwischen 50 und 60 Zentimetern betragen. Gemessen wurden lediglich 14 bis 19 Zentimerter. Somit drohe im Fall von Wassereinbrüchen der gesamte Unterbau aufzuquellen. "Nur eine Asphaltschicht drüber zu ziehen reicht hier nicht aus", sagte Koch. Eventuell, so erklärte die Fachfrau auf Nachfragen von Ulrich Kräußlich (FW) und Henning Kupfer (CSU), könnte die Straße abgefräst und das vorhandene Material mit Bindemittel verdichtet werden, um Frostschutz zu gewährleisten. Der Asphalt müsse "auf jeden Fall erst einmal runter". Sollte Teer vorhanden sein, müsse dieser recycelt werden.

Beleuchtung über Nacht

Daraufhin entspann sich eine Diskussion darüber, ob die Verkehrssicherheit der Straße noch gegeben ist. Koch wollte sich hierzu nicht festlegen, regte aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung an. Matthias Helmprobst (FW) vertrat die Meinung, verkehrssichernde Maßnahmen sollten eingeleitet werden. Mit Blick auf das Greinbergfest am kommenden Wochenende fragte er Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB), ob aus Sicht der Verwaltung keine Gefährdung bestehe. "Ich bin der Meinung, die Verkehrssicherheit ist gegeben", entgegnete der Rathauschef. Die schlimmsten Stellen seien noch einmal ausgebessert worden. Damit fehlende Beleuchtung die Gefahr nicht noch verschärft, will Bauersachs veranlassen, die Straßenbeleuchtung die Nacht über brennen zu lassen.

Der neue Internet-Auftritt ist fertig

Christian Platzer stellte die neue Website der Gemeinde vor, die seit Montagmorgen online ist. Der neue Internet-Auftritt löst das Provisorium ab, das Platzer seit Ende April 2014 betreut hatte, nachdem der alte Anbieter seinen Dienst eingestellt hatte. Die neue Seite verfüge über ein freundliches, modernes Layout, biete einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Themenbereiche, schaffe einen Überblick über aktuelle Nachrichten und verfüge über "Responsive Design", erläuterte Platzer. Mit letztgenannter Eigenschaft kann die Website jeweils auf das benutzte Endgerät reagieren und zum Beispiel das Format automatisch anpassen. Die Inhalte sind dem Webdesigner zufolge nahezu identisch mit den alten.

Leichter aufzurufen ist nun ein Formular, mit dem aufmerksame Bürger Mängel und Verunreinigungen im Gemeindegebiet direkt an Ingo Förster von der Bauverwaltung melden können.
Die Verwaltung könne die Seite selbstständig pflegen. Zukünftig könnten sogar die Vereine auf die Website zugreifen, um Termine selber einzupflegen. Der Bürgermeister sieht mit dem neuen Auftritt ein "neues Zeitalter" angebrochen.

Einstimmig genehmigte das Gremium zwei Haushaltsüberschreitungen in einer Gesamthöhe von rund 66 000 Euro. Zuvor hatte Kämmerer Christian Reuß auf Nachfrage erklärt, diese die Abwasserbeseitigung betreffenden kalkulatorischen Kosten seien zu niedrig angesetzt gewesen.

Wie der Bürgermeister mitteilte, wird das Rathaus ab 1. August dienstags bis 13 Uhr geöffnet sein. Dafür bleiben an diesem Wochentag die Türen nachmittags für den Publikumsverkehr verschlossen.