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Lautertal
Entscheidung

Gemeinde Lautertal will Dorfteich in Rottenbach aufbessern

Kein Festplatz, aber auch kein Tümpel mehr: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung nach langer Diskussion mit 7:5 beschlossen, den Dorfteich in Rottenbach zu erhalten und aufzubessern.
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Dorfteich Rottenbach Foto: Archiv/Andreas Herzog
Dorfteich Rottenbach Foto: Archiv/Andreas Herzog
Der Dorfteich in der Ortsmitte von Rottenbach wird verfüllt. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag - allerdings mit einem Abstimmungsergebnis von 5:7. Nun soll ein ansprechender Platz als Treffpunkt für die Bürger entstehen. Planungsvorbereitungen sollen getroffen werden.
Der Abstimmung ging eine rege Diskussion voraus. Im Frühjahr waren 120 Bürger über 18 in Rottenbach zu einer Befragung angeschrieben worden. Bis zum Stichtag waren 40 für den Erhalt des Dorfteiches, 36 für dessen Beseitigung und die Neugestaltung des Platzes.

"Das endgültige Votum muss der Gemeinderat treffen", erklärte der Bürgermeister Sebastian Strau bel (CSU). Manfred Menzel bezeichnete das Befragungsergebnis als "mehr oder weniger unentschieden". Das sah Dritter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) gar nicht so und erklärte, man müsse sich dem Ergebnis der Befragung stellen.
Auch Ortssprecher Udo Oppel betonte, die meisten wollten, dass die Wasserfläche bleibe. Kämmerer Horst Engelhardt verwies darauf, dass es sich um eine offene Befragung und nicht um einen Bürgerentscheid gehandelt habe. Lediglich als Stimmungsbild sah Bernd Wicklein die Aktion. Der Teich bleibe mangels Zulauf auch in der Zukunft ein Sumpfloch, man solle doch nicht noch mehr Geld dort versenken.

"Etwas Ordentliches schaffen"

"Jetzt besteht die Chance, dort etwas Ordentliches zu schaffen", betonte Wicklein. Norbert Seitz bezeichnete die Befragung als richtungsweisend. Deshalb solle man schon entsprechend mit dem Votum umgehen. Natürlich müsse die Teicherhaltung wirtschaftlich akzeptabel bleiben. Ein Dorfzentrum brauche man dort jedenfalls nicht, es gebe den Platz am Feuerwehrhaus mit benachbartem Sportplatz für ein gelegentliches Bürgerfest. "Es muss nicht gleich ein Festplatz werden, aber ein schöner Platz, wo man sich abends treffen kann, wäre schon gut", erklärte Manfred Menzel. "Wenn die Rottenbacher unbedingt den Dorfteich halten wollen, hätten sich mehr geäußert. Als Entscheidungsgrundlage dafür sind mir vier Mehrstimmen zu dünn", sagte Hildegard Engelhardt und empfahl schließlich, abstimmen zu lassen.

Straubel bedankte sich bei allen, die bei der Aktion "Stadtradeln" mitgemacht haben. Zwar sei die E-Tankstelle als Preis für den ersten Platz an Dörfles-Esbach gegangen, doch seien für Lautertal immerhin 26 596 Kilometer zusammengekommen.

Zustimmung gab es zum Bauantrag der Firm Schopf & Teig zum Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Fertiggaragen in Oberlauter. Gefordert wurde eine Ergänzung zur Eingrünung des Garagenhofes. Keine Einwände hatte der Gemeinderat bei zwei von Privatleuten geplanten Einfamilienhäusern auf Gemeindegebiet.

Schnelle Hilfe im Wald

Auf Zustimmung traf die Einrichtung einer "Rettungskette Forst" mit Rettungstreffpunkten. Die Gemeinde wird sich mit der Aufstellung von Bezeichnungsschildern im Gemeindewald beteiligen, die vom Forst geliefert werden. Die genau bezeichneten Punkte können damit in Notsituationen für Wanderer, Jogger und Radfahrer in Notsituationen hilfreich sein, weil dann Rettungskräfte dorthin finden könnten, erklärte Gemeinderat Norbert Seitz. Das Gremium beauftragte den Ersten Bürgermeister Sebastian Straubel mit dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung.

Für rund 130 000 Euro Gesamtkosten werden 2016 drei Ortsstraßen im Bereich Langer Berg saniert. Dies gab Kämmerer Horst Engelhardt in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. 140 Meter werden teilausgebaut und erhalten eine Teerdecke, für 30 Meter in der Nähe der Alten Papierfabrik ist ein Vollausbau nötig, erläuterte Kämmerer Engelhardt.

Weg zum Waldkindergarten

Die Straßenertüchtigung sei auch im Hinblick auf die Zufahrt des geplanten Waldkindergartens zu sehen. Im Gremium herrschte dazu Einstimmigkeit.

Der Kämmerer verwies darauf, dass sich das Forstamt mit 30 000 Euro beteiligen werde. Die Planungen lägen in den Händen des Ingenieurbüros Beck.

Ferienzeit ist Malerzeit

Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) berichtete im Gemeinderat über die Vergabe von Aufträgen zur Instandsetzung der Schulfassade für 48 200 Euro an die Firma Wittig & Paulfranz. In den Ferien würde der Anstrich mit "frischen Farbtönen" erfolgen. Den Auftrag zum Gerüstbau bekam eine Firma aus Sonneberg (16 700 Euro). Als einen Erfolg bezeichnete er den Kinosommer 2015 in der Gemeinde. An den vier Tagen von Freitag bis Montag sei die Beteiligung gut gewesen. Straubel dankte den Vereinen TSV Ober- und Unterlauter, TTC Tiefenlauter und der Feuerwehr für die Übernahme der Versorgung und die Unterstützung. "Es war erneut eine schöne Aktion für unsere Bürger", freute sich Straubel.

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