Neustadt bei Coburg
Frühjahrsputz

Gelände der Pfadfinder ist tiptop

Fünf Zeltplatzinseln, Grill- und Versammlungplätze auf dem Gelände der St.-Georgs-Pfadfinder aus Neustadt bei Coburg müssen ordentlich gepflegt werden für die zahlreichen Gäste. Da sind die Mitglieder gefragt.
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Reges Treiben herrschte auf der Jugend-Freizeitanlage der St. Georgs-Pfadinder-Neustadt, um das Gelände für neue Gäste vorzubereiten. Foto: Martin Rebhan
Reges Treiben herrschte auf der Jugend-Freizeitanlage der St. Georgs-Pfadinder-Neustadt, um das Gelände für neue Gäste vorzubereiten. Foto: Martin Rebhan
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Ein wahres Kleinod ist die Jugend-Freizeitanalage des Vereins zur Förderung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Neustadt bei Coburg. Im Rödentaler Stadtteil Fornbach ist auf einem über 7000 Quadratmeter großen Grundstück über die Jahre eine attraktive Anlage mit einem Pfadfinderheim, einem außergewöhnlichen Zeltplatz sowie Grill- und Versammlungsplätzen entstanden, die im Landkreis ihresgleichen sucht.

Wie bei allen Liegenschaften ist es mit der Anschaffung allein nicht getan, Unterhaltsarbeiten stehen auch bei dem Förderverein auf dem Jahresplan. So trafen sich am Wochenende wieder über 20 freiwillige Helfer, um vor allem die Außenanlagen wieder auf Vordermann zu bringen. Im Fokus der Arbeiten stand nicht nur, die Spuren des Winters zu beseitigen.

Auch Gefahrenstellen an Geh- und Laufwegen sollten beseitigt werden, damit die Anlage wieder bereit ist, Gruppen aufzunehmen.


Adolf Dippold, seines Zeichens Belegwart beim Förderverein, erläuterte, dass vor allem in den Ferien und an den Wochenenden die Anlage von Jugendgruppen bevölkert wird. "Manchmal kommen Gruppen mit über 100 Personen zu uns" wusste Adolf Dippold zu berichten. Er machte deutlich, dass die Einrichtungen nicht für Familienfeiern gebucht werden können. "Das würde unserer Zielsetzung, der Förderung der Jugendpflege, widersprechen", betonte Dippold.


Ehemalige hatten die Idee

An die Anfänge der Freizeitanlage erinnert sich Vorsitzender Bernhard Schäfer ganz genau. "Es waren ehemalige Pfadfinder, die die Idee hatten, eine solche Anlage entstehen zu lassen." Dass die Neustadter Pfadfinder eine Heimstatt in Rödental fanden, hat einen einfachen Grund: "Rödental hat uns 1980 bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück einfach mehr unterstützt." Nach siebenjähriger Bauzeit konnte 1989 die Anlage ihrer Bestimmung übergeben werden. Seitdem waren die Mitglieder immer wieder bei Erweitungs- und Sanierungsarbeiten gefordert.


Ohne Zuschüsse

"Die Anlage trägt sich selbst, Investitionen werden durch Kleidersammlungen finanziert, die seit nunmehr 50 Jahren durchführt werden", betonte Schäfer. Er verwies darauf, dass auf der Soll- und Habenseite der Freizeitanlage im Jahr rund 50 000 Euro zu verbuchen seien. Außerdem erwähnte er, dass der Verein seit Jahren die Tschernobyl Kinderhilfe Neustadt unterstütze. Vier Wochen lang seien dann immer Kinder aus der Ukraine hier untergebracht. Der Förderverein übernimmt dabei rund 70 Prozent der Unterbringungskosten.

Wer sich die fünf Zeltplatzinseln mit einer Gesamtfläche von 630 Quadratmetern ansieht, dem fällt auf, dass nicht auf Gras, sondern auf Hackschnitzeln campiert wird. Der Vorteil liegt laut Adolf Dippold auf der Hand. Bei Regen fließt das Wasser schnell ab, der Boden trocknet rasch, die Hackschnitzel wirken sehr wärmeisolierend.

"Die Beleggruppen sind von den Zeltplätzen absolut begeistert", betont Dippold. Probleme gibt es nur mit den Heringen. Die herkömmlichen Befestigungen, halten auf dem Boden nicht. Aber der Verein steht Neuankömmlingen helfend zu Seite.





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