Fechheim
Sanierung

Fünf Bauphasen sollen Fechheimer Michaelskirche retten

Derzeit wird nicht an dem Gotteshaus selbst, sondern an der Finanzierung für dessen Erhalt gearbeitet.
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Um das Kirchenschiff vor herunterfallenden Teilen zu schützen, musste eine Zwischendecke eingezogen werden.Foto: Martin Rebhan
Um das Kirchenschiff vor herunterfallenden Teilen zu schützen, musste eine Zwischendecke eingezogen werden.Foto: Martin Rebhan
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Seit 1704 beherrscht die heutige Michaelskirche in Fechheim das Bild des kleinen Ortes, der neben Meeder das Prädikat hat, als Urpfarrei im Coburger Raum zu gelten. Unzählige Gottesdienste wurden in der bewundernswerten Kirche gefeiert, Ehen geschlossen, Menschen getauft, von vielen wurde Abschied genommen. Die Michaelskirche war der Anlaufpunkt für die evangelischen Christen der Kirchgemeinde Fechheim und aus deren Leben nicht mehr wegzudenken.


Deckenteile stürzten zu Boden

Bis zum September 2013. Nach einer Trauerfeier lösten sich Teile der Decke und stürzten zu Boden. Das Unglück hatte zur Folge, dass die Kirche bis zum heutigen Tag gesperrt ist. Seit 2013 laufen nun die Vorkehrungen, um das Gotteshaus wieder so herzustellen, dass es seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen kann. Von Pfarrer Andreas Sauer war zu erfahren, dass bis heute aufwendige Voruntersuchungen durchgeführt werden mussten, um Grundlagen für eine umfassende Sanierung zu schaffen.


Wer trägt die Kosten mit?

"Als Nächstes gilt es, die Finanzierung auf die Beine zu stellen", beschrieb Andreas Sauer das weitere Vorgehen. "Wir sprechen hier von einer Summe von etwa 1,4 Millionen Euro." Geschultert müssen die Kosten vom Landeskirchenamt in München, dem Coburger Kirchenamt und der Kirchengemeinde. "Auch seitens Dritter erhoffen wir uns Zuschüsse", sagte Pfarrer Saurer weiter. Mit den "Dritten" meinte er die politischen Gemeinden Neustadt, Rödental und Sonnefeld.

"Das Kirchspiel Fechheim tangiert nicht nur Neustadt", erklärte Andreas Sauer die Intention, Rödental und Sonnefeld zusätzlich mit ins Boot zu nehmen. Derzeit liegt ein Bauzeitplan vor, der das Projekt in fünf Phasen aufteilt. Die "Entlastungs- und Erschütterungsphase" soll demnach im August 2016 beginnen. Hier soll die Sakristei, die sich abgesenkt hat, unterfangen und die Dachkonstruktion stabilisiert werden. Phase zwei, die "Schmutzphase innen und außen", soll dann im Oktober 2016 beginnen. Hier haben dann Putzer, Maler und Elektriker das Sagen. "Wenn wir einmal mit Sanierungsarbeiten beginnen, dürfen wir vor alten Leitungen nicht haltmachen", war von Andreas Sauer zu hören. Im April/Mai 2017 soll dann die "Sauberkeitsphase" beginnen, in der die Stuckdecke und Endanstriche im Fokus stehen. Ab Juni 2017 sollen dem Plan zufolge die Sicherung der Decke und die Sanierung der Deckengemälde erfolgen. Im September 2017 sollen dann die Feinarbeiten den Schlusspunkt einer langen Odyssee setzen. "Wenn alles gut geht, können Ende 2017, Anfang 2018 wieder Gottesdienste in der Michaelskirche gefeiert werden", gab Andreas Sauer seiner Hoffnung Ausdruck.


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