Frohnlach
Fasching

Frohnlach feiert bis die Schwarte kracht

Die Prunksitzung der Frohnlacher Säraspo hat seit den Anfängen 1965 nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.
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Die Prinzengarde der Säraspo begeisterte das Publikum mit einem gekonnten Auftritt. Fotos: Michael Stelzner
Die Prinzengarde der Säraspo begeisterte das Publikum mit einem gekonnten Auftritt. Fotos: Michael Stelzner
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Die Eichbergsänger brachten es in einem Lied bei der Prunksitzung der Säraspo auf den Punkt. "Die Säraspo gibt es nur in Frohnlach und, da gehört sie auch hin." Seit 1965 gibt es Frohnlach Prunksitzungen, die den Alltag und die Sorgen einmal für ein paar Stunden vergessen lassen.
In diesem Jahr wurden viele der 23 Programmpunkte, die fast fünf Stunden lang Heiterkeit und Spaß versprüht haben, überwiegend durch "Eigengewächse" gestaltet. Über 100 Akteure auf und hinter der Bühne sorgten dafür, dass das Motto "Spaß haben, bis die Schwarte kracht", den ganzen Abend lang bis in die frühen Morgenstunden eingehalten wurde. Die Kapelle "Franken Power" und die tolle Hallen- und Bühnendekoration - in der Mitte das Wahrzeichen der Säraspo, die närrische Eule - trugen viel dazu bei.
Mit dem Einzug des Kinderprinzenpaars, ihre Lieblichkeit Adelina I und seine Tollität Prinz Louis der I, und ihrem großen Gefolge, begann das Spektakel. Selbst das Kinderprinzenpaar beschäftigt die Lage in den USA, die beide in ihrer Ansprache beleuchteten.
Danach betraten die Prinzenpaare und Vertreter befreundeter Faschingsvereine die Bühne und bekamen den Orden der Säraspo überreicht. Auch das Prinzenpaar der Säraspo, ihre Lieblichkeit Kristina I und seine Tollität, Daniel I, griffen die Politische Lage in den USA auf. Stellten aber auch fest, dass es in Ebersdorf nicht viel zu tun gibt.
Nach dem kurzweiligen offiziellen Teil startete das Programm, durch das Melanie Bischoff und Stefan Knauer mit viel Witz und Charme führten. Dabei nahmen sie sich oft gegenseitig auf den Arm. "Eine Frau muss sein, wie gutes Mineralwasser - nämlich still", stelle Stefan Knauer fest. Melanie Bischoff konterte "Was ist ein Mann in Salzsäure? Eine Problemlösung". So ging es den ganzen Abend lang. Wo ab und zu auch, Peter Armann, ein echter Postbote, auftauchte und den ein oder anderen Brief zustellte.
Die 14 Kinder der Purzelgarde nahmen mit ihrem Showtanz die Besucher im Bus mit auf eine Reise durch drei Länder. Das Säraspo Nachwuchstalent Joe Höllein, der bereits zum vierten Mal dabei ist, ist auf der Suche nach Elferräten und führte in der Bütt deshalb ein Bewerbungsgespräch mit Phillip Höllein, der eigentlich nur nach dem Weg zur Toilette fragen wollte. "Im Elferrat sind lauter alte Säcke", stellte er fest. Deshalb werde in Frohnlach der Elferrat durch ein Frauenkomitee verstärkt.


JuKids gehören dazu

In die magische Welt des Zirkus entführten die JuKids mit ihrem Showtanz. Sie gehören zu jeder Sitzung inzwischen einfach dazu. "Die Eichbergsänger" mit Roland Rosenbauer, Wolfgang Reißenweber, Herbert Kießling und Hans Heymel brachten mit vielen bekannten Stimmungslieder, darunter auch den obligatorischen "Frohnlacher Wein" dar und brachten wieder fast die Halle zum Stehen. In einem Brief, den der Postbote zustellte, berichtet Elferrat Herber Kießling über das Liebesleben mit seiner Frau. Joe Höllein erhielt ein Brief von seiner Mutter, den er - sehr zur Erheiterung vor dem Publikum verlas. Die zwölf Mädchen der Jugendgarde begeisterten mit ihrem Gardetanz. Im zweiten Teil ging es stimmgewaltig weiter mit dem Fanfahrenzug Lichtenfels. Richtige "Gassenhauer", die vor 30 bis 40 Jahren aktuell waren und rein gar nichts an ihrer Beliebtheit verloren haben , spielten die über 20 "karibisch" gekleideten Musiker. Dazu sangen Eva Rödel, Günther Wendel und Timo Glätzer und brachten dabei die Halle regelrecht zum Beben.
Elferrat Benjamin Kempinski wünschte sich in seiner Büttenrede, dass der Elferrat bald Zuwachs bekommt. Wie eine geniale Ehe funktionieren kann, stellten Katja und Frank Wittmann vor, die sich gegenseitig Faxe schickten. Die Showtanzgruppe "Kohlis" stellte in ihrem lustigen Tanz das Leben in der Steinzeit dar. Natürlich durfte dabei das "Fred Feuerstein-Mobil" nicht fehlen. Über das Leben als Klofrau der Säraspo, oder besser als Hygienemanagerin in der Papier verarbeitenden Industrie, berichtete Carmen Grieß in ihrer Büttenrede.
Stefan Knauer frischte mit einer kleinen Geschichte wieder Fahrschulkenntnisse im Punkto Verkehrszeichen auf. Zur Musik des Musicals "Chicago" tanzten die 20 Damen und zwei Herren der Showtanzgruppe "Lunatics". Den Abschluss bildete das große Finale, wo alle Akteure auf der Bühne ausgelassen tanzten. Der Präsident der Säraspo und Mitglied im Ordenskapitel des Fastnachtsverbandes Franken, Gernot Schöpf, überreichte während der Sitzung an den Elferrat Frank Wittmann, der seit 26 Jahren aktiv ist und seit 1998 im Elferrat in Frohnlach wirkt, den "Till von Franken", eine besondere und seltene Auszeichnung.
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