Stöppach
Neujahrsbaden

Feuchtfröhliches Vergnügen in Stöppach

40 Teilnehmer stürzten sich bei eisigen Temperaturen ins Wasser - und der Bürgermeister verlor eine Wette.
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Sichtliches Vergnügen bereitete den Teilnehmern das Plantschen im zwei Grad kalten Dorfteich. Fotos: Michael Stelzner
Sichtliches Vergnügen bereitete den Teilnehmern das Plantschen im zwei Grad kalten Dorfteich. Fotos: Michael Stelzner
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Bürgermeister Rolf Rosenbauer hat seine Wette gegen die Stöppacher verloren. So muss das Gemeindeoberhaupt einen Tag an der 700-Jahr-Feier, die in diesem Jahr vom 14. bis 16. Juli stattfindet, helfen. Denn der Bürgermeister hat gewettet, das es die Stöppacher nicht schaffen werden, zum Neujahrsschwimmen Teilnehmer mit einem Gesamtalter von 700 Jahren in das eisige Wasser zu bringen.
Es waren in diesem Jahr 40 Teilnehmer, einige waren maskiert, mit einem Gesamtalter von 1182 Jahren, trauten sich bei Minus 6 Grad Außentemperatur in das geschätzt 2 Grad kalte Teichwasser - ohne einen Neoprenanzug. Das sind weit mehr als im vergangenen Jahr, freuen sich der Ski -und Freizeitclub sowie der Verein für Gartenbau und Ortsverschönerung, die das Spektakel wieder perfekt organisiert haben. Die Teilnehmer waren von 12 bis hin zu 71 Jahren alt.
"Ich habe meine Wette verloren, gab der Bürgermeister zu. Seinen Wetteinsatz wird er an der 700-Jahr- Feier einlösen und einen Tag mithelfen. "Wenn nur 699 Jahre zusammen gekommen wären, dann wäre ich noch mit rein, denn das Gemeindeoberhaupt wollte ja auch, dass die Stöppacher ihre Wette gewinnen, nachdem er als Schirmherr fungiert
Das Neujahrsschwimmen, das bereits zum 5-mal im Stöppacher Dorfteich durchgeführt wird, ist ein sehr erfrischender Auftakt für das neue Jahr. Es wird von Jahr zu Jahr immer beliebter, worauf die steigende Teilnehmerzahl hindeutet. Der 18 Jahre alte Fabian Thiele aus Scherneck ist zum ersten Mal dabei und steht mit einer Decke bedeckt am Uferrand und ist sichtlich gespannt was ihn da im eisigen Wasser erwartet . "Ich mache da mit, weil alle mitmachen" sagt er. Sven Bätz, der 17 Jahre alt ist, kommt aus Stöppach ist da schon erfahrener, zum dritten Mal dabei und begeistert von der Aktion: "Es ist ein guter Start ins neue Jahr und seitdem ich da rein gehe habe ich weniger Krankheiten."
In diesem Jahr war der Teich mit einer dünnen Eisschicht bedeckt, die erst zertrümmert werden musste. Der ein oder andere blieb nicht so lange im Teich, andere dagegen genossen so richtig die Erfrischung zum Jahresanfang und zogen nach dem Aufwärmen in zwei großen Bottichen noch einmal in den Teich. Darunter waren Robert Kirschner aus Creidlitz und Matthias Knoth aus Dörfles, die zusammen Sabine Engelhard mit einem Schwimmreifen vergnügen. Auch Schwimmtiere waren auf dem kalten Wasser. "Schließlich sind wir Skifahrer und da liegt es doch nahe das im Winter zu machen, im Sommer kann das doch jeder", stellt Sabine Engelhardt fest, die von Anfang an dabei ist. Eine Erkältung oder gar noch etwas Schlimmeres haben sich die "harten" Akteure bisher nicht zu gezogen, wie Sabine Engelhard berichtet. Jeder Akteur bekam ein essbares Erinnerungsgeschenk, das an die 700 Jahre Stöppach erinnert.
"Da bekommt man schon beim Zusehen eine richtige Gänsehaut", stellten Besucher aus Nah und Fern, die das Ufer säumten, fest. "Ich ginge da nicht rein", sagen viele. Das Neujahrsbaden war neben der eiskalten Erfrischung wieder eine gute Gelegenheit, Neujahrswünsche auszutauschen.
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