Kronach
Treffen

Festungsnetzwerk entsteht

In Kronach trafen sich Vertreter verschiedener fränkischer Festungsstädte, um eine gemeinsame Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen. Vor allem in touristischer Hinsicht kann sich die Kooperation lohnen.
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Die Festung Rosenberg
Die Festung Rosenberg
Würzburg, Kulmbach, Kronach, Weißenburg, Coburg - fünf Städte, die eines gemeinsam haben: nämlich Festungen.
Auf Einladung des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes der Stadt Kronach kamen vor kurzem in der Regimentsstube der Festung Rosenberg Vertreter aus den genannten Orten zusammen.

Chancen ausloten

Dabei ging es dar um die Chancen und Möglichkeiten auszuloten, im Rahmen des europäisches Projektes "Forte Cultura", in dem Kronach einer von zwölf europäischen Projektpartnern ist, zukünftig touristisch stärker zusammenzuarbeiten.

Nach der Begrüßung durch Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann diskutierten Helmut Völkel (Tourismus- und Veranstaltungsservice Kulmbach), Thomas Brechenmacher (Stadt Weißenburg), Jürgen Ludwig (Congreß-Tourismus-Wirtschaft Würzburg) und Alfred Geibig (Kunstsammlungen, Veste Coburg) gemeinsam mit Kerstin Löw (Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach) und Hans-Rudolf Neumann (Eccofort Berlin) intensiv darüber, wie eine fränkische Kooperation im Festungsmarketing aussehen könnte. Einig war man sich darüber, dass das Thema "Festungen" eine kulturtouristische Herausforderung darstellt.

Kulturlandschaft der Festungen

Oftmals beschwerlich zu erreichen und eng gebunden an eine militärische Vergangenheit, bilden Festungen nicht von vornherein Besuchermagneten. Dennoch bieten sie, zumeist außergewöhnlich und exponiert gelegen, eine beeindruckende historische Kulisse, die mit den richtigen Angeboten ein breites kulturtouristisch interessiertes Publikum anziehen kann. Und dass gerade Franken auch und nicht zuletzt eine Kulturlandschaft der Festungen ist, können die Besucher der Ausstellung "Festungen - Frankens Bollwerke" im Fürstenbau der Festung Rosenberg eindrucksvoll nachvollziehen.

Forte Cultura böte zudem die Möglichkeit, mit Hilfe europäischer Fördergelder gemeinsame Werbemittel zu erstellen, von wissenschaftlichen Studien zur besseren Nutzung von Festungen im europäischen Raum zu profitieren und die fränkische Festungsregion als Teil eines europäisches kulturtouristischen Festungsnetzwerkes zu etablieren, das Gäste aus Ländern von Italien bis Ungarn in die fränkischen Orte führen könnte. Auch Forchheim und Lichtenau sind daran interessiert, sich der Festungsinitiative anzuschließen.

Nächstes Treffen im Juli

Nach der Auftaktveranstaltung wird man sich das nächste Mal im Juli in Kulmbach treffen, um im Rahmen eines moderierten Workshops eine gemeinsame Marketingagenda auf den Weg zu bringen, die das touristische Leitbild, touristische Themen und Marketingstrategien genauer definieren wird.




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