Coburg
Lokalpolitik

FDP Coburg will Parkplätze am richtigen Ort

Zu einem kommunalpolitischen Rundumschlag holte bei der FDP Stadtratsmitglied Hans-Heinrich Eidt bei der Aschermittwochsveranstaltung aus.
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Bestritten den Politischen Aschermittwoch bei der FDP (von links): Stadtratsmitglied Hans-Heinrich Eidt, Bundestagskandidat Alexander Arnold, Kreisvorsitzener Ulrich Herbert. Foto: Simone Bastian
Bestritten den Politischen Aschermittwoch bei der FDP (von links): Stadtratsmitglied Hans-Heinrich Eidt, Bundestagskandidat Alexander Arnold, Kreisvorsitzener Ulrich Herbert. Foto: Simone Bastian
Von der Sanierung des Landestheaters über die Parkplatzsituation am Bahnhof bis zum Weichengereuth reichten Eidts Themen. Bestätigt sieht er sich in seiner Forderung, bei der Interimsspielstätte auf den Orchestergraben zu verzichten. Inzwischen sei klar, dass die Bodenplatte der ehemaligen Angersporthalle nicht angetastet werden solle, um Grundwasserprobleme zu vermeiden.

Skeptisch ist Eidt, was den ICE-Halt angeht: Wenn Coburg nur dreimal pro Tag angefahren werde, bestehe die Gefahr, dass zu wenige Passagiere einsteigen, um das Angebot auf Dauer aufrecht zu erhalten. Eidt kritisierte auch die Parkplatz-Pläne rund um den Bahnhof: Drei Standorte, teilweise nur eingeschränkt erreichbar, seien wenig attraktiv. Eidt sprach sich für einen dreispurigen Ausbau der B4 im Weichengereuth aus (geplant sind vier Spuren), auch, weil die Bahn Gleise verlegen müsste. Das sei insgesamt zu teuer, warnte er. Umwege für die Anwohner im Westen des Weichengereuth werde es aber auch bei einem dreispurigen Ausbau geben, räumte er ein. Diese Umwege seien aber zumutbar.

Eidt unterstützt auch die Idee, den Parkplatz am Gemüsemarkt aufzugeben. Diese Idee aus der laufenden Diskussion ums Parkraumkonzept sei aber nur dann sinnvoll, wenn entweder am Parkhaus Post, an der Schwarzen Allee oder in einer Schlossplatz-Tiefgarage neue Parkmöglichkeiten geschaffen würden, sagte er. Auch wies er auf die Veranstaltung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg zum Lichtmasterplan (10. März, 19 Uhr, Hexenturm) hin. Eidt ist Vorsitzender von Stadtbild.

Ausdrücklich ermutigte er den jungen FDP-Bundestagskandidaten Alexander Arnold, die freiheitlichen Bürgerrechte und das liberale Europa zu verteidigen, auch, wenn es derzeit große Gegenströmungen gebe. "Setzen Sie sich mit diesen Themen so auseinander, dass Sie trotz Ihrer Jugend auch gegenüber politischen Haudegen bestehen können." Einen dieser "Haudegen" ging Eidt gleich selbst an: Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach habe im Stadtrat "um den heißen Brei" geredet, als es um die Stromtrassen P44 und P44 mod ging. Dabei sei er an der Gesetzgebung beteiligt gewesen, die zu den umstrittenen Planungen geführt hätten. "Es bleibt zu hoffen, dass er sein Versprechen hält, mit der neuen Wirtschaftsministerin Zypries doch noch eine bessere Lösung zu versuchen."

Auch Kreisvorsitzender Ulrich Herbert ging auf einige Lokalthemen ein. In der Innenstadt sollten mehr Kurzzeitparkplätze geschaffen werden, forderte er. Auch er kritisierte, dass es am Bahnhof keinen zentralen Parkplatz geben wird. Und: Die Stadt Coburg sowie die Landkreis Coburg, Lichtenfels, Kronach und Kulmbach sollten sich für mehr ICE-Halte in Coburg oder zumindest für schnelle Regional-Expresszüge zwischen Coburg und Erfurt einsetzen.
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