Coburg
Kultur-Tipp

Exotische Klänge auf der Ernstfarm

Für die dritte Auflage der Coburger "Didgeridoo Sound Days" hat Marco Munsch ein ehrgeiziges Programm konzipiert.
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Marco Munsch hat vor zehn Jahren erstmals Bekanntschaft mit dem Instrument gemacht. Foto: Helke Renner
Marco Munsch hat vor zehn Jahren erstmals Bekanntschaft mit dem Instrument gemacht. Foto: Helke Renner
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Außergewöhnliche Klänge sind an diesem Wochenende auf der Coburger Ernstfarm zu hören. Am Samstag und Sonntag erleben die "Didgeridoo Sound Days" ihre dritte Auflage.


Dabei steht, wie der Name schon anklingen lässt, das traditionelle Blasinstrument der nordaustralischen Aborigines im Vordergrund. Das Programm auf der Ernstfarm wurde im Vergleich zu den Vorjahren nochmals erheblich erweitert. Neben Auftritten prominenter Didgeridoo-Künstler werden zusätzlich auch Workshops rund um das australische Instrument für jedermann angeboten.


Cheforganisator Marco Munsch empfiehlt daher allen Interessierten einen Besuch: "Das Didgeridoo ist das Urinstrument schlechthin, geologische Befunde belegen ein Alter von weit über 30 000 Jahren. Experte schätzen, dass es sogar noch älter ist. Damit wäre es das älteste Instrument der Welt.
Jeder sollte einmal nähere Erfahrungen mit dessen Klang machen." Deswegen werde es Workshops für Fortgeschrittene und Anfänger geben.


Heilende Wirkung

Auch medizinische Wirkung wird dem Blasinstrument zugeschrieben. So wird durch regelmäßiges Spielen nicht nur die Hals-, Mund- und Atemmuskulatur trainiert, auch nerviges Schnarchen soll dadurch vermindert werden.
Zusätzlich zum Programm bieten einige Händler den Besuchern der Didgeridoo Sound Days unterschiedliche Kunstgegenstände und das Musikinstrument selbst zum Kauf an.


Im Anschluss an die Workshops wird Mutigen auch die Möglichkeit gewährt, selbst vor Publikum zu spielen. Darüber hinaus geben sich viele bekannte Künstler der Szene die Ehre. So werden unter anderem Marc Miethe, Roman Buss und Edy Halat auftreten. Zudem wird es eine Klangverbindung des Didgeridoos mit der Sambagruppe Aipalé geben. Sicherlich eine interessante Kombination australischer und südamerikanischer Töne.


Didgeridoo und Samba

Seine eigene Leidenschaft für das Instrument entwickelte Marco Munsch vor gut zehn Jahren. Er erinnert sich: "Zum ersten Mal hörte ich das Didgeridoo in einer Musikrunde in Coburg. Seitdem hat es mich nie wieder losgelassen." Nun hofft er, dass es auch anderen so ergeht. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Das Programm beginnt jeweils morgens um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, die Workshops starten gegen 10 Uhr. Der Bühnenabend mit der Sambatruppe Aipalé und den hochkarätigen Künstlern findet Samstag ab 17 Uhr statt.



Kurz und bündig

Kultur-Tipp 3. Coburger Digeridoo Sound Days, Samstag, 3., und Sonntag, 4. September, Ernstfarm Coburg (Infos online: http://dsd.didgeco.de).

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