Coburg
Zirkus

"Evolution" zum 111. Jubiläum: Circus Krone kommt nach Coburg

Circus Krone kommt im September mit seinem Jubiläumsprogramm und dem derzeit größten Zelt Europas auf den Coburger Ketschenanger.
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Crazy Wilson auf seinem fliegenden Riesen-Motorrad verschafft dem Publikum noch einmal einen ordentlichen Nervenkitzel vor der Pause. Foto: Circus Krone
Crazy Wilson auf seinem fliegenden Riesen-Motorrad verschafft dem Publikum noch einmal einen ordentlichen Nervenkitzel vor der Pause. Foto: Circus Krone
Nach sieben Jahren Pause macht der Circus Krone in diesem Jahr wieder in Coburg Station. Auf seiner Jubiläumstournee schlägt der nach eigenen Angaben größte Circus Europas auf dem Ketschenanger seine Zelte auf. Vor einigen Jahren hatte Krone noch eher skeptisch nach Coburg geblickt. Der Vorverkauf für das erneute Gastspiel hat begonnen.


Fuhrpark auf externer Fläche

Das Unternehmen hatte Sorge, ob der Circus auf dem Ketschenanger überhaupt noch Platz finden könnte. In der Tat war beim letzten Gastspiel die Fläche auf dem zentralen Festplatz fast bis auf dem letzten Quadratzentimeter ausgereizt. Aber die Logistik bei Krone hat massive Fortschritte gemacht. In der Nähe zum Coburger Stadtzentrum stehen dem Circus drei weitere externe Flächen zur Verfügung. Dort könne zum Beispiel der Fuhrpark untergebracht werden, den man während der reinen Gastspieltage ja gar nicht brauche, erläuterte Unternehmenssprecher Markus Strobl gestern bei einer Pressekonferenz. "Evolution" ist der Titel der aktuellen Show, mit der Krone durch 28 Städte der Bundesrepublik Deutschland reist. Mit "Evolution" spielt das Unternehmen auf sein 111. Schnapszahl-Jubiläum an. Seit dem 28. Mai 1905 gibt es den Circus Krone unter diesem Namen.
Mit Christel Sembach-Krone steht mittlerweile die insgesamt vierte Generation der Dynastie an der Spitze. Das gut dreistündige Showprogramm, das auch in Coburg zu sehen sein wird, ist nicht nur eine bloße Aneinanderreihung verschiedener Show- und Dressurnummern. Es zeigt die Entwicklung, eben die Evolution, von Krone von 1905 bis 2016. Christel Sembach-Krone verspricht "eine unvergessliche Reise um die Welt", eine Mischung aus klassischer Circuskunst und moderner Show. "Eine Melange aus Optik und Akustik, perfekter Leistung und opulenter Ausstattung aus packenden Szenen und besinnlichen Momenten."
Strobl bemühte im Pressegespräch den Vergleich des aktuellen Programms mit dem Circusfestival in Monte Carlo. Da schmückt sich Krone keineswegs mit fremden Federn. Die Akteure der Tournee sind ausgezeichnet worden mit insgesamt zwei goldenen Clowns sowie zwei silbernen und zwei bronzenen Clowns, das sind so etwa die Oscars der Circuswelt.


Zwölf Nationen, fünf Kontinente

Christel Sembach-Krone hat alle artistischen und circensischen Attraktionen des Jubelprogramms selbst ausgesucht. Für die Inszenierung der Riesenshow sorgte der berühmte amerikanische Choreograf Gene Reed. An der Show wirken 54 Artisten, Tierlehrer und Clowns aus zwölf Nationen und fünf Kontinenten mit. Allein für Kostüme, Licht und Musik hat Krone nach eigenen Angaben mehr als 500 000 Euro ausgegeben. Ein Circus ohne Tiere hält Pressesprecher Strobl eigentlich für undenkbar. Ein Höhepunkt der Show ist die Raubtiernummer unter der Leitung von Sembach-Schwiegersohn Martin Lacey jr., bei der 26 Löwen und Tiger gemeinsam in der Manege aktiv sind. Dazu gehören auch die weißen Löwen, keine Albinos, sondern eine eigenständige Mutation, von der weltweit aktuell nur noch 88 Exemplare existieren. Krone fühlt sich dem Tierschutz verpflichtet, erläuterte Unternehmenssprecher Strobl. Von Wildtieren möchte er gar nicht sprechen. Die aktuellen Löwen seien zum Beispiel seit 19 Generationen bei Krone dabei. "Sie gehören einfach zur Krone-Familie!" Um das Wohl der tierischen Krone-Mitarbeiter kümmern sich zwei Tierschutzbeauftragte und zwei Tierärzte. Und wenn die Krone-Tiere mal alt sind, nicht mehr wollen und n können, dann gebe es eigene Reservate, in denen sie geruhsam ihren Lebensabend verbringen können.


Nervenkitzel

Weiter können die Besucher im Programm riskante Balancen auf dem Todesrad mit Crazy Wilson erleben oder auch die stärksten Männer der Mongolei oder preisgekrönte Seilsprung-Akrobatik. Für den nötigen Spaß zwischen all den Attraktionen sorgen der unvergleichliche Fumagalli mit Bruder Daris sowie der Weißclown Tonito Alexis. Das ist freilich nur eine zufällige und unvollständige Aufzählung.
Der Circus Krone gastiert auf dem Ketschenanger mit dem derzeit größten Zirkuszelt Europas, das bis zu 4500 Sitzplätze bietet. Es ist klimatisiert.
Der Vorverkauf hat begonnen. Karten gibt es beim Coburger Tageblatt in der Hindenburgstraße und auf infranken.adticket.de. Die Vorstellungen finden vom Mittwoch, 14. September, bis Dienstag, 20. September, statt. Werktags gibt es Vorstellungen um 15.30 und 20 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr und 15 Uhr. Am Dienstag, 20. September, gibt es nur noch eine Vorstellung um 15.30 Uhr. An den Gastspieltagen sind die Circuskassen und der Krone-Zoo jeweils ab 10 Uhr offen.

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