Coburg
Landestheater

Erst mal soll es mit "Direktoren-Modell" weitergehen

Mit einer Interims-Spitze will das Landestheater im nächsten Jahr die erste Spielzeit ohne Intendant Bodo Busse gestalten.
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Mit einem Direktor-Modell soll im nächsten Jahr am Landestheater Coburg eine Saison ohne Intendant bestritten werden.Foto: Jochen Berger
Mit einem Direktor-Modell soll im nächsten Jahr am Landestheater Coburg eine Saison ohne Intendant bestritten werden.Foto: Jochen Berger
Die Spielzeit startet gerade, doch die nächste muss am Landestheater sofort mit auf die Bahn gebracht werden. Nach dem Schrecken des vorzeitigen Scheidens von Intendant Bodo Busse, der 2017 die Leitung des Staatstheaters Saarbrücken übernehmen wird, gibt man sich mittlerweile wieder gelassen am Schlossplatz. "Wir haben uns auf ein Direktoren-Modell verständigt, mit dem wir die Zeit bis zum Antritt eines neuen Intendanten überbrücken werden", sagte Schauspieldirektor Matthias Straub gestern im Gespräch mit dem Tageblatt. "Für das Publikum wird der Weggang von Bodo Busse in der nächsten Spielzeit gar nicht spürbar."


Gesucht: Ein Operndirektor

Inhaltlich sei die Saison 2017/2018 ohnehin schon durchstrukturiert, Busse behalte auch weiterhin die Vollmacht, Personal zu verpflichten. Die Theaterleitung wird dann gemeinsam von Generalmusikdirektor Roland Kluttig, Schauspieldirektor Matthias Straub und Ballettchef Mark McClain ausgeübt. Zudem laufen bereits Gespräche mit Interimskandidaten für einen Opern- und Betriebsdirektor. Der seit Februar im Amt befindliche neue Verwaltungsdirektor Fritz Frömming wirke bereits sehr integrativ, so Straub, und bündele wichtige Energien.

Die Ausschreibung für die Neubesetzung des Intendantenpostens in Coburg soll in den nächsten Wochen erfolgen. Gerade im Hinblick auf die anstehende Generalsanierung muss bis Sommer nächsten Jahres ein neuer Theaterleiter gefunden sein, der dann die Aufgabe hätte, die Spielzeit 2017/2018 vorzubereiten und damit den Umzug in eine Interimsspielstätte.

Auch wenn noch immer nicht entschieden ist, wie die aussehen soll, am 31. Dezember 2018 endet die nach dem Wasserschaden nur noch bedingt erteilte Betriebsgenehmigung für das Große Haus. Matthias Straub dazu: "Wenn ich ein Globe nach dem Shakespear'schen Vorbild bekommen würde oder einen attraktiven Holzbau in dieser Art, wäre ich sehr glücklich. Wir brauchen unbedingt eine attraktive Spielstätte. Wenn das Landestheater für die Sanierung geschlossen wird, müssen wir das Publikum wieder neugierig machen auf Theater. Ich weiß nicht, ob das in einer wie auch immer ertüchtigten alten Turnhalle möglich ist."
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