Coburg
Albertsplatz

Markthalle in Coburg soll zum Samba-Festival eröffnen

Die Mieter sind gefunden, nur mit der Eröffnung wird es aber noch gut acht Monate dauern: Die "Markthalle" am Coburger Albertsplatz nimmt Gestalt an.
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Noch steht das Erdgeschoss der Häuserzeile am Albertsplatz leer. Bis zum Samba-Festival soll dort die "Markthalle" eröffnen, auch, wenn Regionalmanager Stefan Hinterleitner mit dieser Bezeichnung nicht ganz glücklich ist. Foto: Simone Bastian
Noch steht das Erdgeschoss der Häuserzeile am Albertsplatz leer. Bis zum Samba-Festival soll dort die "Markthalle" eröffnen, auch, wenn Regionalmanager Stefan Hinterleitner mit dieser Bezeichnung nicht ganz glücklich ist. Foto: Simone Bastian
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In einer guten Wochesoll bekanntgegeben werden, wer alles in die "Markthalle" am Albertsplatz einziehen wird. Am Montag, 31. Oktober, wollen Betreiber Werner Häfele, Regionalmanager Stefan Hinterleitner und die Wohnbau Stadt Coburg die Mieter vorstellen. Vorab werden keine Namen genannt - denn es sind noch nicht alle Verträge unter Dach und Fach, lässt Werner Häfele durchblicken.

Der Metzgermeister und Markthallenbetreiber aus Winnenden hatte lange gezögert, bis er das Projekt in Coburg übernahm. Im Dezember 2015 wurde der Vertrag unterschrieben, da war das Gebäude noch ein halber Rohbau. Die Belegung mit Mietern ging auch nicht so schnell voran wie gedacht. Aber immerhin: "Zu 80 Prozent" seien die Mieter gefunden, sagt Häfele. Sie sollen den Gebäudekomplex an der Südseite des Albertsplatz zu einem Ort machen , "wo man einkauft, genießt und sich gern aufhält", wie Stefan Hinterleitner das beschreibt. Im Juni hatte das Regionalmanagement zusammen mit Häfele noch einmal regionale Vermarkter aufgerufen, sich zu bewerben. Produkte regionaler Herkunft seien ein Trend, genauso wie das Thema Einkauf mit Genuss, ist Hinterleitner überzeugt.

Mit dem Begriff "Markthalle" ist der Regionalmanager aber nicht recht glücklich. Denn einer klassischen Markthalle mit Gusseisenkonstruktion und hoher Decke entspricht das Erdgeschoss in den Gebäuden Albertsplatz 3/4 und Zinkenwehr 1 auf keinen Fall. Aber einen passenderen Namen hat Hinterleitner noch nicht finden können - und auch im Internet firmiert das Objekt als "Markthalle Coburg" (www.markthalle-coburg.com).

Auf der Internetseite heißt es, dass die Markthalle "ab 2017" in Betrieb gehen werde. Werner Häfele schränkt weiter ein: "Wir freuen uns, dass wir die Markthalle voranbringen und gehen davon aus, dass sie nächstes Jahr zum Samba-Festival offen ist."

Dass es noch weitere acht Monate dauern soll, bis der Spezialitäten- und Genussladen öffnet, begründet Häfele damit, dass der eigentliche technische Innenausbau erst dann beginnen kann, wenn feststeht, welche Produkte an welcher Stelle verkauft werden. Das Exposé sieht einen großen Verkaufsraum mit gemeinsamem Aufenthaltsbereich und mehreren "Marktständen" vor.

Von der Gebäudetechnik her sei ein solcher Raum mit mehreren Verkaufsständen eine hoch komplexe Angelegenheit, sagt Häfele: "Der eine braucht Wärme in seinem Bereich, der andere braucht Kälte. Das kann man erst wirklich durchplanen, wenn man weiß, welche Mieter drin sind." Häfele betreibt eine solche Markthalle bereits im heimischen Winnenden. In der ehemaligen Hengstenberg-Fabrik in Eßlingen wollte er dieses Jahr auch eine eröffnen. Im April sagte er das Projekt ab. Begründung: Es sei ihm nicht gelungen, die passenden regionalen Partner für das Projekt zu finden, sagt Christian Dörmann, Lokalchef der Eßlinger Zeitung. Auf dem ehemaligen Fabrikgelände westlich von Eßlingen entsteht ein neuer Stadtteil.
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