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Meeder
Fernweh

Eine Frau wandert aus: Von Meeder in den Himalaya

Als junge Frau wollte Ria Rauschert für ein halbes Jahr nach Indien - inzwischen ist ein halbes Leben daraus geworden.
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Geboren am Fuße der Langen Berge und jetzt zu Hause auf dem Dach der Welt: Ria Dass. Foto: Isadora Tast
Geboren am Fuße der Langen Berge und jetzt zu Hause auf dem Dach der Welt: Ria Dass. Foto: Isadora Tast
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Die Geschichte klingt so unglaublich, das sie aufgeschrieben werden musste: damit sie auch wirklich jeder glaubt, und damit ein jeder staunen kann über den beeindruckenden Lebensweg von Ria Dass, geborene Rauschert.

Alles begann vor mittlerweile knapp 30 Jahren. Die damals 27-jährige Ria Rauschert aus Meeder hatte sich entschlossen, für ein halbes Jahr nach Indien zu gehen. Doch bereits am dritten Tag ihres Aufenthalts in dem fernen Land sollte das Schicksal seinen Lauf nehmen: Ria lernte einen hinduistischen Wandermönch kennen, einen Sadhu Baba. Die beiden verstanden sich auf Anhieb so gut, dass Ria ihre Pläne änderte und zu dem Mann, der sie so faszinierte, in den indischen Dschungel nach Goa zog. Wenig später fassten die beiden bereits den Entschluss, für immer zusammen bleiben zu wollen. In Indien.


Wohnung aufgelöst, Auto verkauft

"Ich kam noch einmal zurück nach Deutschland, löste meine Wohnung auf und verkaufte mein Auto", erinnert sich Ria Dass. Anschließend siedelte sie nach Indien über, einen Monat später wurde geheiratet.
Heute leben die beiden mit ihren zwei adoptierten indischen Kindern im indischen Himalaya, nur einen Kilometer von der Residenz des Dalai Lama entfernt. Ria Dass und ihr Mann betreiben dort ein kleines Guest House. "Wir beherbergen Leute aus der ganzen Welt bei uns", erzählt Ria Dass.


Yoga und Meditation

Viele kommen, um Meditation und Yoga zu lernen oder um Kurse im Tushita zu belegen, einem buddhistisches Meditationszentrum. Prominentester Gast war bislang Maria Blumencron. Die Filmemacherin und Autorin hat Teile ihres Buchs "Kein Pfad führt zurueck" zusammen mit ihrer tibetischen Adoptivtochter während eines Aufenthalts bei Ria Dass geschrieben. Das Buch handelt über die Flucht eines tibetischen Kinds aus Tibet über den Himalaya nach Indien.

Nicht im Guest House, wohl aber im dazugehörigen Ort, waren außerdem schon der Schauspieler Richard Gere sowie Nancy Pelosi, die seinerzeit Sprecher des Repräsentantenhauses der USA war, zu Besuch.

Ihre spannende Geschichte, ihre vielen Abenteuer und wie es überhaupt im Einzelnen dazu kam, dass sie nach Indien ausgewandert ist, hat Ria Dass jetzt in einem Buch aufgeschrieben. Es trägt den Titel "Karma Masala" - zu deutsch: kein Zuckerschlecken. Das Buch ist zunächst nur als E-Book bei Amazon erhältlich, doch eine gedruckte Version ist in Vorbereitung. Wer Interesse hat, muss bei der Suche im Internet den Autorennamen Monika Devdassi eingeben, den Ria Dass hat das Buch unter einem Pseudonym geschrieben.

Mit dem Tageblatt trat Ria Dass via Facebook in Kontakt, und natürlich kam beim Austausch auch die Frage auf, ob sie noch Kontakt zur alten Heimat hat. "Ja, ich komme manchmal noch nach Coburg", erzählt Ria Dass, "und besuche meine Eltern, die in Lautertal leben."

Über ihr Leben und Wirken im Himalaya haben vor Zeiten übrigens auch schon das Nachrichtenmagazin "Focus" und die Zeitschrift "Viva" berichtet.

Buchtipp
Unter dem Pseudonym Monika Devdassi hat Ria Dass ihr Buch "Karma Masala - kein Zuckerschlecken im Partadies" veröffentlicht. Es ist vorerst nur als E-Book über Amazon zu beziehen. Dort finden sich auch schon zwei Rezensionen: "Spannend geschrieben. Man bekommt einen Einblick in das total andere Leben in Indien. Die Autorin ist zu bewundern für dieses Leben." Und: "Ein tolles Buch für jeden Asien-Liebhaber."

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