Itzgrund

Ein Versprechen wird wahr: Im Itzgrund sinkt die Gewerbesteuer

Die Betriebe im Bereich der Gemeinde Itzgrund dürfen sich freuen. Bei seiner letzten Sitzung der laufenden Amtsperiode hat der Gemeinderat die Gewerbesteuer auf 380 Prozentpunkte gesenkt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Archivbild: Patrick Pleul, dpa
Archivbild: Patrick Pleul, dpa
Das Gremium machte damit ein 2010 gegebenes Versprechen wahr: Die damals um 30 Punkte angehobene Steuerlast sollte dann gesenkt werden, sobald es die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde wieder zulassen. Mit dem Haushalt 2014 war es nun so weit.

"Stabile Verhältnisse"

Gemeindekämmerer Dirk Ruppenstein trug den Etat vor und sprach von "stabilen und soliden Verhältnissen". Der Verwaltungsetat beläuft sich auf 3,7 Millionen Euro, der Vermögens teil schließt mit 1,3 Millionen Euro ab. Die geplanten Investitionen für 2014 lassen sich im großen Maß realisieren. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt - laut Ruppenstein "weit unter dem Landesdurchschnitt" - bei 262 Euro.

Breitband und Wasserleitung

Auch das Investitionsprogramm 2014 bis 2017 wurde durch den Gemeinderat abgesegnet. Die größten Posten in den kommenden zwei Jahren sind der Breitbandausbau sowie im Rahmen der Sanierung der Staatsstraße 2204 in Gleußen die dortige Wasserversorgung.

Warum für den Gemeindeteil Herreth insgesamt immer noch 100 000 Euro im Haushalt stehen, erklärte der geschäftsleitende Beamte, Dieter Scherbel, auf Nachfrage von Matthias Bauer (FW): Bevor diese Beträge zur Zahlung kommen, müsse erst die Freigabe durch spezielle Beschlüsse erfolgen.

Gemeinde kann die Hälfte übernehmen

Bei dieser Gelegenheit wurde der Feuerwehr Herreth folgende Regelung zugesichert: Wenn die Sanierungskosten des Gerätehauses um mehr als zehn Prozent überschritten würden, übernimmt der Feuerwehrverein die Hälfte der Mehrausgaben, die andere Hälfte trägt die Gemeinde.

Der stellvertretende Bürgermeister, Günther Rose (CSU), der die Gemeinderatssitzung leitete, informierte darüber hinaus, dass es für Arbeiten am Herrether Feuerwehrhaus keine "Ein-Euro-Arbeitsstellen" mehr gibt.
Die Gebührensatzung für die Erstattung von Feuerwehreinsätzen wurde erstmals nach sieben Jahren neuen Aufgabenkonditionen angepasst. Die Erhöhung von rund 20 Prozent wurde einstimmig beschlossen.

Generationen-Spielplatz kommt

Ebenso ohne Widerspruch stimmte der Gemeinderat einem Vertrag mit der evangelischen Kirchengemeinde Schottenstein zu. Darin wird die Errichtung eines Mehrgenerationen-Spielplatzes geregelt.

Warten auf Zuschüsse

Auf Anfragen aus der Bevölkerung ließ Jürgen Alt (SPD) wissen, dass beim Spielplatz eine rollstuhlgerechte Zu- und Abfahrt nicht machbar sein werde. Der Spielplatz sei wegen des steilen Geländes ausdrücklich als Mehrgenerationenplatz, aber nicht als behindertengerecht ausgewiesen. Mit den Arbeiten für das Gelände soll begonnen werden, sobald die evangelische Kirche zustimmt und die zugesagten Fördermittel für die Gemeinde verfügbar sind.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren