Coburg
Familienzentrum

Ein Startsignal für Coburgs Familien

Die Sparda-Bank ging mit einer Spende voran - jetzt hofft der Verein Domino-Coburg auf weitere finanzielle Unterstützung durch andere Geldgeber. Die Einrichtungen des Vereins, die der offenen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit dienen, sind darauf angewiesen.
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Markus Siller, Johanna Schilling und Steffen Tauss Foto: Moritz Brückner
Markus Siller, Johanna Schilling und Steffen Tauss Foto: Moritz Brückner
Die Aktion sollte ein Signal setzen und ein Beispiel geben: Markus Siller, Filialleiter Coburg und Lichtenfels der Sparda-Bank Nürnberg, überreichte dem Verein Domino-Coburg eine Spende von 2000 Euro. Diese Förderung ist jedoch mehr als nur eine Finanzspritze: Mit ihr will die Sparda-Bank Nürnberg auf die Arbeit des Domino-Coburg e.V. aufmerksam machen. "Ich hoffe, dass uns möglichst viele folgen werden und weitere Spenden hier eintreffen", sagt Markus Siller. Denn in einem Punkt sind sich Siller und Domino-Coburg einig: Das Geld erreicht im Familienzentrum definitiv die Richtigen.

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die offene Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in Coburg zu fördern.
Dazu unterhält er das Familienzentrum, bestehend aus drei Institutionen.

Im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe

Die Kinder- und Familienlobby, kurz KiFaLo, berät Familien, Kinder und Jugendliche, aber auch Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe.

Das Netzwerk für frühe Kindheit KoKi ist Anlaufstelle für alle werdenden Eltern sowie für Mütter und Väter mit Kindern bis sechs Jahren in der Stadt Coburg. KoKi steht für Koordinierende Kinderschutzstelle und untersteht dem städtischen Amt für Jugend und Familie. Gefördert wird dieses Programm aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Ziel der KoKi ist es, Eltern frühzeitig zu unterstützen, um Überforderungssituationen zu vermeiden.

Für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren gibt es das Kinderzentrum. Hier können sie ihre Freizeit mit anderen Kindern verbringen, bekommen ein Mittagessen sowie Hausaufgabenbetreuung.

Rückkehr in eine analoge Welt

Jugendliche ab 13 Jahren treffen sich im Jugend- und Kulturzentrum. "Ein Drittel aller Kinder braucht noch Förderung für die Schule", sagt Johanna Schilling, Geschäftsführerin von Domino-Coburg. "Und da müssen wir heute manchmal sagen: ,Jetzt kommen alle Handys mal weg'." So ist die Rückkehr in eine analoge Welt für die Kinder nur eine der Herausforderungen, die die Betreuer des Kinderzentrums KiZ bewältigen.

"Kinder- und Jugendarbeit untersteht einem ständigen Wandel. Deshalb ist dafür immer Geld nötig", erklärt der Vorsitzende des Domino-Coburg, Steffen Tauss. Da man kein eigenes Budget besitze, sei man immer auf Spenden angewiesen, sei es für das Mittagessen für die Kinder oder etwa für eine neue Kücheneinrichtung für das dazugehörige Familiencafé Babbel.

Seit zweieinhalb Jahren betreibt Ernährungsberaterin und Familienpflegerin Julia Knoth das Familiencafé. Es dient als kindgerechter Treffpunkt für Eltern und Kinder gleichermaßen. Hier entsteht ein soziales und gemütliches Miteinander während die Kinder in der Spielecke spielen.

Markus Siller freut sich darüber, Kinder mit diesem Projekt auf ihrem Werdegang in Sachen Bildung, Kultur, Soziales und Umwelt begleiten zu können. "Kinder brauchen Aufmerksamkeit, sie müssen auch mal von elektronischen Geräten wegkommen."
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